MacBook Pro oder MacBook Air?

MacBook Pro oder MacBook Air

MacBook Pro oder MacBook Air – was ist besser?

In diesem Apple-Notebook-Vergleich gehe ich den beiden Platzhirschen an den Kragen: dem MacBook Air und seinem älteren Bruder MacBook Pro. Ich vergleiche ausführlich ihre Leistungsfähigkeit und gehe auf das Preis-Leistungs-Verhältnis ein.

MacBook Pro vs MacBook Air

Was die Preis-Leistung angeht, ist der Mac Mini schwer zu toppen

Aus meiner Sicht ist das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Mac Mini zwar immer noch unschlagbar, doch das MacBook Air und die 13 Zoll MacBook Pro kommen auch sehr gut weg. Lediglich die teureren 15 Zoll MacBook Pro-Geräte der 2015er Generation (ab 2.000 Euro aufwärts) sind für den Normalnutzer zu teuer.

Bestimmt ist dir der Apple-Kultfaktor, der durch ein ausgeklügeltes Marketing seitens Apple geschickt entwickelt und kultiviert wurde, auch ein Begriff. Die Produkte aus dem Hause Apple leben nicht zuletzt davon.

Ausschlaggebend für die Popularität der MacBook-Systeme ist deren Stabilität, an die auch die neuesten Windows-Generationen nicht heranreichen können. Das kann ich aus Jahren eigener leidvoller Erfahrung mit Windows-Rechnern bestätigen.


 

Grundlegende Unterschiede zu Windows-Notebooks

Mittlerweile ist das MacBook Pro als 13 und 15 Zoll-Version in der fünfzehnten Generation erhältlich. Etwas jünger ist das MacBook Air, das Anfang des Jahres 2008 offiziell vorgestellt wurde.

Von meinem eigenen Modell (MacBook Pro von Mitte 2010) kann ich nur sagen, dass es ein optischer Genuss ist, den der ein oder andere konkurrierende Hersteller gerne nachzuahmen versucht.

Hinzu kommt, dass seit einigen Jahren das Microsoft-Betriebssystem Windows auf den Apple-Rechnern betrieben werden kann. Dies kann neben dem Apple-Betriebssystem OS X auf einer zweiten Partition installiert und parallel betrieben werden.

MacBook Pro vs MacBook Air

Das gleiche gilt für die Office-Version aus dem Hause Microsoft. So gelang es Apple Käuferschichten anzuziehen, die bereits an die Microsoft-Software gewöhnt waren und nicht darauf verzichten wollten.

Dazu gehöre übrigens auch ich. 🙂 Nachdem ich vor einigen Jahren genug von Windows hatte, habe ich mir ein MacBook Pro gekauft und nutze seit dem auch die Office-Produktpalette.

Zeitweise habe ich Windows auf einer zweiten Partition laufen lassen. Das ist praktisch, da ich einige Programme habe, die mit OS X nicht kompatibel sind. So habe ich mir die Anschaffung eines zweiten Notebooks erspart.

Persönlich muss ich sagen, dass ich das Apple-Trackpad wirklich absolut lieb gewonnen habe. Es ist serienmäßig in allen Notebooks verbaut und ermöglicht eine unvergleichlich komfortable Navigation, die eine externe Maus überflüssig macht.

Übrig bleibt die Frage: MacBook Pro oder MacBook Air? Ich gehe jetzt ausführlich auf die Apple-Hardware und Unterschiede zwischen beiden Modellen ein. Am Ende sollte es dir möglich sein, eine fundierte und objektive Entscheidung zu treffen.

Zunächst gebe ich dir aber einen kurzen Überblick über die wesentlichen technischen Merkmale der beiden MacBook-Modelle.


 

MacBook Pro: technische Details und Leistungsfähigkeit

 

ModellMacBook Pro 13"MacBook Pro 13"MacBook Pro 15"
Retina DisplayNeinJaJa
Prozessor (GHz)2,5 / 2,9 Dual-Core2,7 / 2,9 / 3,1 Dual-Core2,2 / 2,5 / 2,8 Quad-Core
GrafikIntel HD Graphics 4000Intel Iris Graphics 6100Intel Iris Pro Graphics / AMD Radeon R9 M370X 2 GB
Arbeitsspeicher (RAM)4,0 / 8,04,0 / 8,0 / 16,04,0 / 8,0 / 16,0
Festplatte (GB)500, 1000 HDD / 128, 256, 512 SSD128, 256, 512, 1000 PCIe256, 512, 1000 PCIe
Akkulaufzeit7h10h9h
Abmessungen (HxBxT)2,41 x 32,5 x 22,7 cm1,8 x 31,4 x 21,9 cm1,8 x 35,89 x 24,71 cm
Gewicht2,07 kg1,58 kg2,04 kg

 

MacBook Air: technische Details und Leistungsfähigkeit

 

ModellMacBook Air 11"MacBook Air 13"
Retina DisplayNeinNein
Prozessor (GHz)1,6 / 2,2 Dual-Core1,6 / 2,2 Dual-Core
GrafikIntel HD Graphics 6000Intel HD Graphics 6000
Arbeitsspeicher (RAM)4,0 / 8,04,0 / 8,0
Festplatte (GB)128, 256, 512 PCIe128, 256, 512 PCIe
Akkulaufzeit9h12h
Abmessungen (HxBxT)1,7 x 30 x 19,2 cm1,7 x 32,5 x 22,7 cm
Gewicht1,08 kg1,35 kg

 

Welches MacBook ist besser für Studenten geeignet?

Die Antwort auf diese Frage ist sehr individuell. Sie hängt insbesondere davon ab, wie mobil du sein möchtest, welche Anwendungen du nutzt und welche Auflösung du brauchst.

Der ideale Begleiter, wenn man viel unterwegs ist zwischen Wohnung, Hörsaal, Arbeitsgruppe, Nebenjob und Bibliothek, ist sicherlich das MacBook Air. Die 11 Zoll-Variante ist angenehm klein, leicht und erspart in meinen Augen den Kauf eines Tablets.

Die Möglichkeit, lange ohne Steckdose auskommen zu können, ist ein großes Plus. Je nach Anwendung kannst du den ganzen Tag mit dem MacBook Air arbeiten. Das Problem mit nicht vorhandenen oder besetzten Steckdosen, was mich vor allem in Bibliotheken immer geärgert hat, kannst du so umgehen.

Für Alltagsanwendungen ist die technische Ausstattung des MacBook Air allemal ausreichend. Für aufwändigere Aufgaben, wie etwa die Bearbeitung vieler Tonspuren oder Grafikanwendungen bietet sich das MacBook Pro an – evtl. auch schon in der 15 Zoll-Variante.

Das ist aber teurer und weniger gut zu transportieren. Dafür benötigst du mehr Platz, so dass der ständige Wechsel des Arbeits- und Lernortes wenig komfortabel ist. Dafür ist jedoch die Arbeit am Bildschirm sehr angenehm.

Das große Display mit Retina bietet eine Darstellung, die ihresgleichen sucht und das Arbeiten sehr komfortabel macht. Ein kleines Netbook mit einem 10 Zoll-Display, das gerne von meinen Kommilitonen verwendet wurde, weil es günstig und hoch mobil ist, wird um Welten geschlagen.

MacBook Pro oder MacBook Air

Eine Art Zwischenlösung zwischen Mobilität und Performance ist das MacBook Pro in der 13 Zoll-Variante ohne Retina Display. So eins habe ich mir auch vor einiger Zeit gekauft (als noch kein Retina Display angeboten wurde) und ich bin bis heute sehr zufrieden damit.

In den vergangenen Jahren lief es sehr zuverlässig, ist mit seinen Abmessungen und seinem Gewicht ein guter Begleiter und ich kann trotzdem noch das ein oder andere Spiel zocken, wenn Pause angesagt ist. 🙂

Mittlerweile ist diese Modell das einzige, das über ein internes Laufwerk verfügt. Ich selbst brauche es gelegentlich und möchte kein externes mit mir herumschleppen müssen. Wenn es dir ähnlich geht, ist diese für dich dann das Modell der Wahl.

Die Leistungsfähigkeit ist natürlich nicht auf High-Ende-Games ausgerichtet, aber für den normalen Gebrauch reicht sie völlig. Zudem wäre mir dafür ein 11 Zoll-Display, das das MacBook Air so mobil macht, zu klein.

Mit der Stabilität hatte ich in den Jahren, die ich es bereits nutze, kein Problem. Das einzige Hardware-Problem war der Lüfter, den ich einmal austauschen musste. Glücklicherweise hatte ich bei meinem Händler noch eine Zusatzgarantie abgeschlossen.


Apple Campus Club Gravis


 

MacBook Pro vs. MacBook Air: welches Modell hat das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?

Deine Modellwahl sollte aber nicht ausschließlich von individuellen Bedürfnissen sondern auch davon abhängen, bei welchem Modell du für dein Geld am meisten Leistung bekommst. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich mir die 79 unterschiedlichen Konfigurationen der MacBook-Modelle angeschaut.

Um die Vergleichbarkeit über die gesamte Apple-Notebook-Palette zu gewährleisten, habe ich mir zusätzlich auch das neue MacBook angeschaut. Hier handelt es sich faktisch um eine Netbook-Variante, die mit einem 12 Zoll Retina Display ausgestattet ist.

Die Kategorien des Vergleichs sind „Prozessorleistung“, „Arbeitsspeicher“, „Festplattenkapazität“ und „Akkuleistung“. Diese Kategorien habe ich dem Preis, den man dafür – in Kombination mit den anderen Leistungsmerkmalen – aufwenden muss, gegenüber gestellt.

Das Ergebnis derjenigen Kategorie, die dir als wichtigstes Entscheidungskriterium gilt, kannst du so einfach im Diagramm ablesen. Die endgültige Entscheidung, welches MacBook am besten zu deinen Bedürfnissen passt, kannst du unter Beachtung der weiteren technischen Merkmale fällen.

In den einzelnen Kategorien habe ich die jeweils fünf besten und fünf schlechtesten MacBook-Konfigurationen dargestellt. Im Gesamtbanking findest du die besten 20 Konfigurationen im Vergleich.

Kategorie Prozessorleistung

In der ersten Kategorie werden alle 79 Konfigurationen der Apple-Notebooks, die ich hier betrachte, danach bewertet, für welchen Preis ein GHz an Prozessorleistung erkauft werden muss. Bei der Berechnung habe ich mit einbezogen, dass die MacBook Pro Modelle mit 15 Zoll mit einem Intel Quad-Core-Prozessor ausgestattet sind.

MacBook Pro oder MacBook Air

Das nach Prozessorleistung beste Notebook ist das 13 Zoll MacBook Pro ohne Retina und 2,9 GHz Leistung, bei dem der Preis pro GHz Prozessorleistung bei 454,83 Euro liegt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen zwei der 15 Zoll-Modelle der MacBook Pro-Reihe. Diese sind mit 2,8 bzw. 2,5 GHz Quad-Core-Prozessoren ausgestattet.

Schlusslichter sind die 12 Zoll MacBooks, die ganz nach Netbook-Manier mir geringer Prozessorleistung auf den Markt gekommen sind, wobei ein GHz Prozessorleistung zwischen 1.317,27 und über 1.500 Euro kostet.

Kategorie Arbeitsspeicher

In dieser Kategorie werden die Kosten pro GB Arbeitsspeicher ausgewiesen, die hier das einzige Kriterium für eine Bewertung darstellen.

MacBook Pro oder MacBook Air

Mit einem hypothetischen Preis von 105,56 Euro pro GB Arbeitsspeicher liegt hier wieder eine Variante des 13 Zoll-Modells des MacBook Pro vorne. Diesmal hat es allerdings das Modell mit Retina Display nach ganz oben geschafft.

Die Schlusslichter kommen auch aus der MacBook Pro-Modellreihe. Dies sind 13“ MacBook Pro ohne Retina und durchweg 4 GB Arbeitsspeicher. Der Vergleich zeigt, dass sich die Anschaffung von besonders viel Arbeitsspeicher in puncto Preis-Leistung durchaus lohnt.

Kategorie Festplattenkapazität

In der folgenden Grafik kannst du den Preis pro GB Festplattenkapazität ablesen. Diesmal liegt das 13 Zoll MacBook Pro ohne Retina Display vorne, das über einen TB an Kapazität verfügt. Die Festplatte ist Flash-basiert und kostet 1,26 Euro pro GB.

MacBook Pro oder MacBook Air

Den schlechtesten Wert in dieser Betrachtung weist das MacBook pro (13 Zoll) mit Retina und einer Festplatte von lediglich 128 GB PCIe-basiertem Flash-Speicher auf. Hier kostet der GB Festplattenspeicher rechnerisch stolze 16,01 Euro.

Kategorie Akkuleistung

Wir haben schon gesehen, dass sich das MacBook Air in puncto Mobilität besonders auszeichnet. Daher verwundert es nicht, dass die Akkuleistung der 13 Zoll-Variante von 12 Stunden auch in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis vorne liegt. Rechnerisch bezahlt man beim Kauf 91,85 Euro pro Stunde Akkulaufzeit.

Unter den ersten fünf befindet sich auch ein MacBook Air mit einem 11 Zoll-Display. Wer es also gerne noch eine Spur handlicher mag und dennoch eine außerordentlich gute Akkuleistung für sein Geld bekommen möchte, kann sich für diese Variante entscheiden.

Am teuersten stellt sich die Akkulaufzeit bei den MacBook Pro in der 15 Zoll-Variante dar, die bis zu knapp 400 Euro für eine Stunde Akkulaufzeit kosten und eine Laufzeit von 9h bieten.

MacBook Pro oder MacBook Air

Gesamtranking

Abschließend werfen wir einen Blick auf die Gesamtrangliste. Dazu habe ich den Platzierungen der einzelnen MacBook-Modelle in den Kategorien jeweils eine Punktzahl von „79“ (erster Platz) bis „1“ (letzter Platz) zugewiesen.

Auf die Addition der Geldbeträge habe ich bewusst verzichtet, weil bspw. die Festplattenkapazität so eine sehr geringe Bedeutung bekommen hätte, weil der Preis pro GB sehr gering ist. Teurere Einheiten wie die Prozessorleistung hätten so ein Übergewicht.

Die Punktzahlen werden dann addiert, was eine Gesamtrangfolge in Bezug auf die vier Kategorien, die wir uns zuvor angeschaut haben, ergibt. Die Rangfolge der besten 20 Modelle kannst du der folgenden Abbildung entnehmen.

MacBook Pro oder MacBook Air

In der Tat hat das MacBook Pro ohne Retina und ohne Flash-Speicher diesen Vergleich für sich entscheiden können. Auf dem achten Rang folgt dann das erste 13 Zoll-Modell, das auch über ein Retina Display verfügt.

Auf den Plätzen folgen noch weitere 13 Zoll-Varianten ohne Retina Display. Wer es gerne handlich hat, für den ist das MacBook Air, das es hier auf Platz elf geschafft hat, sicherlich am besten geeignet.

Wenn du gerne so komfortabel wie möglich arbeitest und eher selten mit deinem MacBook unterwegs bist, bietet sich das 15 Zoll-Modell an, das an 13. Stelle steht. Mit 2,2 GHz, 16 GB Flash-Speicher und einer Festplatte von 256 GB dürfte es für die meisten Aufgaben gerüstet sein. Die Version von 2014 ist übrigens ein gutes Stück günstiger.

Berücksichtige bitte bei dieser Aufstellung, dass ich eine qualitative Unterscheidung bzgl. Display oder Art des Arbeitsspeichers nicht vorgenommen habe und sie deswegen auch keine Auswirkungen auf das Ranking haben.

Da deine Kaufentscheidung aber neben der reinen Preis-Leistung auch von deinen individuellen Bedürfnissen abhängt, fasse ich nun noch einmal die einzelnen Vor- und Nachteile für die einzelnen Anforderungen zusammen und erstelle eine Entscheidungshilfe-Grafik.

MacBook Pro oder MacBook Air


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MacBook Pro vs. MacBook Air: was ist besser?

Vorteile MacBook Pro

  • Grundsätzlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, allerdings stark von Nutzeranforderungen und Hardware-Konfiguration abhängig
  • 13 Zoll-Modelle mit Retina sind in der Basisausstattung vergleichsweise günstig
  • Optional High-End-Hardware erhältlich (dann aber auch zum entsprechend hohen Preis)
  • Viele im Preis-Leistungs-Vergleich sehr gute Modelle (ohne Retina)
  • Modellvariante ohne Retina mit internem Laufwerk ausgestattet

Vorteile MacBook Air

  • Kompaktes, leichtes und dadurch sehr mobiles Gehäuse
  • Sehr lange Akkulaufzeiten
  • 11 Zoll-Modelle sind wirklich sehr günstig und den herkömmlichen Netbooks in allen Belangen deutlich überlegen

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1 Kommentar zu MacBook Pro oder MacBook Air?

  1. Elisabeth
    5. Dezember 2017 at 14:49 (10 Monaten ago)

    Hallo vielen dank für diese wirklich durchdachte und tiefgehende Gegenüberstellung . Für eine Nicht mac Expertin eine sehr hilfreiche Information. Danke

    Antworten

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