Cerave oder Cetaphil

Gesichtscremes kann man gut und gerne als den Grundbaustein täglicher Beautyroutinen bezeichnen. Sie schützen unsere empfindliche Gesichtshaut vor äußeren Einflüssen, pflegen sie intensiv und unterstützen ihre Regeneration.

Doch bei der riesigen Auswahl auf dem Markt ist es gar nicht so einfach, sich für eine Gesichtscreme zu entscheiden. Wir haben den Markt mal genauer unter die Lupe genommen und sind auf die Gesichtscreme mit LSF 30 von CeraVe und die hydratisierende Creme von Cetaphil gestoßen.

Beide sollen sich gut für zwei Hautprobleme eignen: Trockenheit und Empfindlichkeit. Da sich viele Gesichtscremes für diese Hauttypen eignen sollen, haben wir uns gefragt, ob sich die Cremes von CeraVe und Cetaphil von den anderen abheben.

Mehrere Wochen hat unser Team die Produkte getestet und Du kannst gespannt sein, denn es gibt einige nennenswerte Unterschiede, von denen wir dir jetzt berichten wollen!

 

Welche Produkte schauen wir uns an?

In einer praktischen Pumptube kommen die 75 ml der Gesichtscreme von CeraVe zu uns. Sie eignet sich laut dem Hersteller für alle Hauttypen, das Produkt wird aber vor allem bei sensibler Haut empfohlen, die zu allergischen Reaktionen neigt.

Die parfumfreie Formulierung bietet dir viel Glycerin, Hyaluron, Niacinamide und sogar einen soliden Lichtschutzfaktor 30. Ein weiteres Highlight sind auch die Ceramide 1, 3 und 6-II, auf die wir dir gleich noch mehr eingehen werden.

Nutze die Creme morgens und bei starker Sonne auch gerne zwischendurch nach der Gesichtsreinigung. Die Creme zieht recht schnell ein und kann so auch als Grundlage fürs Make-up genutzt werden.

Die hydratisierende Creme von Cetaphil gibt es in einem 456 ml Tiegel. Sie richtet sich ebenfalls an die Bedürfnisse empfindlicher und trockener Haut und bietet spendet dieser dank Sonnenblumenöl und Mandelöl viel Feuchtigkeit.

Zudem kommt Vitamin E zum Einsatz, das die Zellerneuerung ankurbelt und sonnenbedingte Schäden reduzieren kann. Diese Creme enthält leider keinen integrierten LSF, sodass Du hier ein weiteres Produkt benötigst, um dein Gesicht vor der Sonne zu schützen.

Die Anwendung ist auch hier ganz einfach: trage die Creme am ganzen Körper und im Gesicht nach der Reinigung morgens, abends und zwischendurch auf.

 

Was sind die Gemeinsamkeiten der beiden Pflegeprodukte?

Die Rezepturen enthalten kein Parfum
Was bei beiden Produkten ein großer Vorteil ist, ist der Verzicht auf Parfum, denn vor allem dieses sorgt bei sensibler Haut häufig für allergische Reaktionen. Beide Hersteller geben an, auf Parfumzusätze zu verzichten, da sich die Cremes dadurch wahrscheinlich für eine breitere Zielgruppe eignen.

Menschen, die sensibel auf Duftstoffe und Parfum reagieren, sind bei ihrer Auswahl an Pflegeprodukten nämlich häufig eingeschränkt.

Beide Cremes enthalten Vitamin E
Nachgewiesenermaßen soll Vitamin E die Zellerneuerung unterstützen und entzündungshemmend wirken und vielleicht ist auch dir schon aufgefallen, dass es in immer mehr Kosmetikprodukten zu finden ist.

Auch die beiden Cremes unseres Vergleichs sind mit Vitamin E angereichert und wir haben uns gefragt, ob sich nach der Anwendung Veränderungen im Hautbild zeigen werden – immerhin sind die Cremes eigentlich für die Feuchtigkeitsversorgung gedacht und nicht unbedingt, um gegen Pickel oder Unreinheiten anzugehen.

Doch tatsächlich haben wir bezüglich der Unreinheiten und Pickel bei den Cremes Verbesserungen bemerkt. Nach ein paar Wochen der Anwendung wirkte die Haut einiger unserer Tester glatter und ebenmäßiger und vor allem Mitesser konnten reduziert werden.

Diese Verbesserungen sind bei beiden getesteten Cremes aufgetreten, allerdings hat je nach Tester und seinem individuellen Hauttyp mal CeraVe und mal Cetaphil besser abgeschnitten. Welches der beiden Produkte bei dir zu einem verbesserten Hautbild führen könnte, können wir also nicht genau sagen – hier heißt es ausprobieren.

Ob der Effekt, dass gegen Unreinheiten angegangen wird, wirklich nur am entzündungshemmenden Vitamin E liegt, können wir nicht klar nachweisen. Schaden wird es deiner Haut aber auf keinen Fall!

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Pflegecremes?

Die Creme von Cetaphil eignet sich für die Pflege des gesamten Körpers

Cetaphil vs CeraVe Feuchtigkeitspflege

Du hast mit der Creme von Cetaphil ein Produkt für quasi alles. Von Kopf bis Fuß wird deine Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgt und Du musst nicht extra andere Produkte für die jeweiligen Bereiche kaufen.

Klar kannst Du eine Gesichtscreme auch für den ganzen Körper verwenden, doch wäre das reinste Geldverschwendung.

CeraVe bietet einen vollwertigen Lichtschutzfaktor
Es ist zugegebenermaßen schon ziemlich praktisch und kostensparend, wenn ein Produkt einen integrierten Sonnenschutz hat. CeraVe hat in seiner Creme einen UVA- und UVB Filter mit Lichtschutzfaktor 30 eingebaut.

Laut der Dermatologen heißt es, dass dank LSF 30 etwa 97% der UVB-Strahlen absorbiert werden, während die übrigen 3% in die Haut eindringen. In Sachen Zeit bedeutet das konkret, dass Du dich nach dem Auftragen etwa 30 Mal länger in der Sonne aufhalten kannst, als ganz ohne Sonnenschutz.

Für 300 Minuten sicheres Sonnen bei einer Eigenschutzzeit von 10 Minuten brauchst Du also mindestens den Lichtschutzfaktor 30. Um auf Nummer sicher zu gehen, informiere dich aber besser über deinen individuellen Hauttypen und schaue dann, was dir persönlich empfohlen wird.

Cetaphil verzichtet hingegen gänzlich auf einen Sonnenschutz in seiner Formulierung, da müsstest Du also Ausschau nach einem zusätzlichen Produkt halten. Das bedeutet nicht nur weitere Kosten, es ist auch ein weiterer Schritt in der Pflegeroutine, der Zeit in Anspruch nimmt.

CeraVe bietet hochwertige Inhaltsstoffe
Glycerin, Niacinamide, Hyaluron, Ceramide 1, 3 und 6-II sind hier die Topzutaten. Genau gesagt heißt das, dass deine Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt wird, die Hautbarriere geschützt wird und die Zellen schneller erneuert werden können.

Hier wartet also in der Theorie ein Rundumpaket mit wichtigen Wirkstoffen auf dich, das viele Bedürfnisse deiner Haut berücksichtigt. Wir haben uns gefragt, ob das auch in der Praxis der Fall ist. Und hier können wir klar sagen: ja!

Nachdem wir beide Cremes über mehrere Wochen bei trockener Haut getestet haben, hat sich die Haut nach der Anwendung von CeraVe geschmeidiger angefühlt. Sie wirkte etwas besser mit Feuchtigkeit versorgt als nach der Anwendung von Cetaphil.

Der Unterschied war vor allem bei kalten Temperaturen bemerkbar – vielleicht kennst auch Du das Problem, dass man im Winter besonders mit trockener Haut zu kämpfen hat.

Während wir CeraVe benutzt haben, hatten unsere Tester etwas weniger mit trockenen Hautstellen und Schuppen zu kämpfen, da die Hautbarriere hier wahrscheinlich besser gestärkt und aufrechterhalten wird.

Hygienische und zielgenaue Entnahme der Creme bei CeraVe
Der kleine, praktische Pumpspender bietet dir eine gute Portionierung der Creme und zwar ohne, dass Du mit dem Rest des Produkts in Kontakt kommst.

Beim Greifen in den Tiegel von Cetaphil können hingegen Verunreinigungen entstehen und sich mit der Zeit Bakterien breitmachen.

Abgesehen vom Hygienefaktor ist es uns auch öfter passiert, dass wir einfach zu viel des Produkts entnommen haben und dann dieses dann wieder zurück in den Tiegel „geschmiert“ haben. Optisch sah das dann natürlich auch nicht mehr sehr einladend aus.

CeraVe ist nicht komedogen
Wenn Du dich im Kosmetikbereich auskennst, hast Du von dem Begriff komedogen sicher schon mal gehört. Ist eine Creme oder ein anderes Produkt komedogen, bedeutet das vereinfacht gesagt, dass deine Poren nicht verstopfen und der Talgfluss nicht beeinträchtigt wird.

Das ist wichtig für dich, wenn Du mit unreiner Haut oder sogar Akne zu tun hast und dann ist CeraVe wahrscheinlich das bessere Produkt. Hier gibt der Hersteller nämlich klar an, dass es sich um eine komedogene Formulierung handelt.

Zwar soll Cetaphil ebenfalls für sensible Haut geeignet sein, was auch Akne einschließt, allerdings gibt es hier keine direkte Kennzeichnung als komedogen. Um zu schauen, ob sich dieser Unterschied auch in der Praxis zeigt, haben wir uns Empfehlungen und Berichte von Menschen, die von Akne betroffen sind, angeschaut.

Hier zeigt sich ein deutliches Bild: die Gesichtscreme von CeraVe wird öfter empfohlen als die der Konkurrenz und auch in unserem Team hatten wir einen Tester mit Akne, der das Produkt von CeraVe besser vertragen hat.

CeraVe zieht schneller ein
Im direkten Vergleich fanden wir, dass die Creme von CeraVe schneller einzieht und ein angenehmeres Gefühl auf der Haut hinterlässt. Und das trotz des Lichtschutzfaktors – sicher kennst auch Du das klebrige und fettige Gefühl auf der Haut nach dem Auftragen von Sonnencreme.

Die Gesichtscreme von CeraVe sorgt hingegen für ein geschmeidiges und samtiges Hautgefühl, hinterlässt aber keinen Film. Wir haben auch ausprobiert, ob sich das Produkt als Grundlage für Make-up eignet.

Hier gibt es gute Nachrichten, denn das Make-up hielt den ganzen Tag und hat sich gut mit der Creme als Untergrund vertragen. Im Gegensatz dazu haben wir das Vergleichsprodukt als klebriger empfunden. Es hinterlässt einen leicht fettigen Film auf der Haut, der sich als Grundlage für Make-up leider nicht gut eignet.

CeraVe führt keine Tierversuche durch
Zwar bieten beide Marken Produkte mit veganen Rezepturen an, allerdings verkauft nur CeraVe Cremes, die nicht an Tieren getestet wurden. Das Unternehmen gilt seit vielen Jahren sogar als Vorreiter, wenn es um alternative Testmethoden geht, was für uns ein großer und wichtiger Pluspunkt ist.

Cetaphil testet hingegen einige Produkte angabegemäß leider immer noch an Tieren. Inwiefern das für dich moralisch vertretbar ist, musst Du für dich selbst entscheiden.

Cetaphil ist in vielerlei Hinsicht günstiger
Die 450g von Cetaphil entsprechen rund 456ml und sind derzeit etwa 25% günstiger als die Creme von CeraVe.

Hierbei ist allerdings noch zu berücksichtigen, dass eine zusätzliche Ersparnis hinzukommt, wenn Du dank der vielen Anwendungsmöglichkeiten auf zusätzliche Pflegeprodukte verzichtest.

 

Fazit: welche Pflegecreme ist denn nun besser – CeraVe oder Cetaphil?

Mehrere Wochen lang waren beide Cremes unsere treuen Begleiter und beide konnten uns in unterschiedlichen Punkten von sich überzeugen.

CeraVe glänzte mit seinen hochwertigen Zutaten, die viele Bedürfnisse unserer Gesichtshaut angesprochen haben. Sie wirkte gut gegen trockene Haut und schützte die Haut durch ihren integrierten Lichtschutzfaktor. Außerdem hinterlässt die Creme unserer Meinung nach ein angenehmeres Gefühl auf der Haut und eignet sich gut als Grundlage für das tägliche Make-up.

Die Creme von Cetaphil ist für das Gesicht und den Rest des Körpers geeignet und ist etwas günstiger. Leider sind uns hier die Tests an Tieren und das fettige Hautgefühl nach der Anwendung negativ in Erinnerung geblieben.

Insgesamt können wir dir die Creme von CeraVe mit gutem Gewissen ans Herz legen. Vor allem, wenn Du unter unreiner Haut leidest oder Akne hast, kann die Creme zu aussagekräftigeren Ergebnissen führen und wird in einigen Fällen besser vertragen.

 

– Vorteile CeraVe –

  • Es gibt einen integrierten Lichtschutzfaktor 30.
  • Die Entnahme des Produkts ist dank Pumpspender hygienischer.
  • Die Formel enthält viele hydratisierende und pflegende Wirkstoffe, darunter Hyaluron und Ceramide.
  • Die Creme von CeraVe zieht schneller ein.
  • Die Creme eignet sich womöglich etwas besser, wenn Du Akne hast.
  • CeraVe testet seine Produkte nicht an Tieren.

 

– Vorteile Cetaphil –

  • Das Produkt ist sowohl fürs Gesicht als auch für den gesamten Körper geeignet.
  • Die Creme von Cetaphil ist in vielerlei Hinsicht günstiger, da der Kaufpreis pro ml rund 25% niedriger ist und das Produkt vielseitiger einsetzbar ist.

Und welche Hautpflegecreme ist für Dich besser: CeraVe oder Cetaphil?


Welche Feuchtigkeitscreme kommt für Dich am ehesten in Frage?

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