Kärcher SE 4002 oder SE 5100

Waschsauger sind in, Eimer und Wischmopp out! Ja, richtig gehört – nicht nur auf Social Media und im Modebereich gibt es Trends, auch beim Haushalt lohnt es sich, wenn Du mal einen Blick auf die aktuellen Trends wirfst.

Beim Thema Putzen scheiden sich ja erfahrungsgemäß die Geister – die einen lieben, die anderen hassen es. Egal, auf welcher Seite Du stehst, mit einem Waschsauger von Kärcher macht das Saugen und Wischen mindestens doppelt so viel Spaß.

Das haben wir zumindest gehört und da dachten wir uns: das wollen wir ausprobieren! Also haben wir uns für das Einsteigermodell SE 4002 und den SE 5100 aus dem Mittelfeld entschieden und die Waschsauger für dich getestet.

Welches dieser beiden Geräte uns mehr davon überzeugen konnten, dass Putzen wirklich Spaß machen kann und trotzdem alles sauber wird, erfährst Du jetzt.

 

Welche Geräte schauen wir uns an?

Wirfst Du einen Blick auf das Sortiment von Kärcher, findest Du in der Einsteigerklasse den SE 4001 und den Nachfolger SE 4002. Hierbei handelt es sich um eine überarbeitete und modernisierte Version, die dir unter anderem durch die mitgelieferte Polsterdüse und den 2-1-Komfortschlauch mehr Flexibilität und Komfort bei der Reinigung bietet.

Er verfügt über eine Saugleistung von 1.400 Watt und kann dadurch auch starke Verschmutzungen reinigen. Wir haben ihn auf verschiedenen Böden ausprobiert und waren überall von der Leistung überzeugt. Aber dazu gleich mehr.

Der SE 4002 bietet dir zwei Tanks, die jeweils Platz für 4 Liter Wasser haben. Du fragst dich, wofür zwei Tanks benötigt werden? Ganz einfach – in dem einen befindet sich das saubere Wasser für die Reinigung und in dem anderen sammelt sich das Schmutzwasser. Immerhin willst Du deinen Boden ja nicht mit dem bereits dreckigen Wasser wischen.

Bei diesem Konzept siehst Du auch direkt einen ersten Unterschied zu dem klassischen Wischen mit Eimer und Wischmopp. Hier landet der Schmutz im Wasser, das Du im Anschluss für die weitere Reinigung benutzt.

Wenn es um die Reinigungskraft geht, sollte immer ein Blick auf den Pumpendruck geworfen werden. Stell es dir bildlich vor: mit je mehr Druck das Wasser auf ein Textil trifft, desto besser wird der Schmutz gelöst und entfernt.

Der SE 4002 kommt auf ganze 40 Watt Pumpendruck. Durch den Turbinendruck wird das Wasser im Anschluss wieder aus dem Textil gesogen und nimmt den Schmutz dabei mit.

Durch diese schonende, aber effektive Methode kannst Du das Gerät für verschiedene Zwecke nutzen. Wir haben es in unserem Praxiseinsatz zum Beispiel für die Reinigung von Polstermöbeln und Bodenteppichen im Auto verwendet.

Im Saugbetrieb erreicht das Gerät eine Lautstärke von 73 dB, was ungefähr mit einer Waschmaschine im Schleudergang vergleichbar ist.

Kommen wir nun zum Vergleichsmodell des gleichen Herstellers, dem SE 5100. Direkt ins Auge gestochen ist uns der Aufbau, der sich hier leicht unterscheidet. Die beiden Tanks, die ebenfalls jeweils 4 Liter fassen, befinden sich nicht außen, sondern im Inneren des Waschsaugers.

Wir finden diese Modernisierung gut gelungen, da das Gerät schlicht und einfach ein bisschen schicker aussieht, wenn man das schmutzige Wischwasser nicht sieht.

Ansonsten gleicht der SE 5100 dem SE 4002, wenn es um die Turbinen- und Pumpleistung sowie die Einsatzmöglichkeiten geht.

Durch die mitgelieferte umschaltbare Bodendüse konnten wir den Waschsauger auch super benutzen, um Böden zu reinigen und wie das andere Modell ist er ebenfalls für die Reinigung von Polstermöbeln und Ähnlichem vorgesehen.

 

Was sind die Gemeinsamkeiten beider Geräte?

2-1-Komfortsystem beim Sprühsaugschlauch
Im Gegensatz zu einigen anderen Modellen aus dem Sortiment von Kärcher findest Du beim SE 5100 und SE 4002 den 2-1-Komfortschlauch. Dessen Funktionsprinzip ist eigentlich ganz einfach: Durch das 2-1-System sind Sprüh- und Saugschlauch miteinander verbunden und es wird noch einfacher, beide Funktionen der Geräte zu benutzen. Außerdem sind die Schläuche mit einem ergonomischen Handgriff ausgestattet und wir empfanden das Reinigen dadurch als sehr angenehm.

Die Sprühmenge ist gleich
Beide Geräte können pro Minute eine Menge von 1l Wasser versprühen. Aber Halt, das bedeutet nicht, dass Du den Wischmodus nur vier Minuten lang benutzen kannst, immerhin versprühst Du dabei ja nicht dauerhaft Wasser.

Wir finden, dass beide Waschsauger lange durchhalten. Wir haben die Geräte zweimal pro Woche zum Wischen und einmal für die Reinigung von einem großen Polstersofa verwendet.

Nach etwa zwei Wochen hat sich der Wassertank dem Ende zugeneigt und spätestens dann solltest Du das Wasser wechseln. Insgesamt empfehlen wir dir aber ohnehin bei beiden Geräte, das Wischwasser nach jeder Nutzung auszutauschen, damit sich keine Schmutzrückstände im Tank bilden.

Das Wasser einmal pro Woche zu wechseln, stellt ja kein großes Problem dar!

Die Polsterdüse ist praktisch – aber nicht für alles
Wir finden es hilfreich, dass sich im Lieferumfang noch die Polsterdüse befindet, denn so konnten wir die Waschsauger direkt für verschiedene Bereiche ausprobieren. Laut dem Hersteller soll sich diese Düse auch für das Reinigen von Bodenteppichen im Auto sorgen.

Hier würden wir dir bei beiden Geräten allerdings empfehlen, separat noch eine kleinere und schmalere Düse als Aufsatz zu besorgen. Die Polsterdüse war für uns nämlich etwas zu groß und wir sind mit ihr nicht gut in alle Ecken gekommen.

Das Ergebnis: schmutzige Stellen auf den Teppichen und Sand, der sich vor allem in den Ecken gesammelt hat. Hier gibt es also einen kleinen Minuspunkt für beide Geräte, weil eine zusätzliche Düse natürlich zusätzliche Kosten bedeutet.

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Modellen?

Der SE 5100 hat ein aufgeräumtes und praktisches Design

Kärcher SE 5100 vs 4002 Design

Während der SE 4002 seinen Schmutzwasserbehälter unterhalb der Motoreneinheit und den Frischwassertank außen am Gerät angebracht hat, befinden sich beide Behälter beim SE 5100 im Inneren des Geräts.

Das macht ihn nicht nur optisch aufgeräumter und etwas kompakter in den Ausmaßen, sondern erhöht auch den Bedienungskomfort. Vor allem in kleineren Wohnungen und Räumen macht die kompaktere Bauweise unserer Meinung nach Sinn.

Stell dir vor, deine Lieblingskommode wird beschädigt, weil der Waschsauger beim Putzen dagegen stößt. Die Wahrscheinlichkeit ist bei dem kleineren Modell SE 5100 niedriger und im direkten Vergleich wirkte der SE 4002 etwas klobig.

Durch die Größe des SE 4002 ist er selbstverständlich auch etwas schwerer. Zwar sind das mit 8kg nur ca. 300g mehr als beim Vergleichsmodell, allerdings hat sich das zusätzliche Gewicht vor allem bei längerem Reinigen von großen Flächen im Praxistest bei uns bemerkbar gemacht.

Allerdings hat der einfachere Aufbau des SE 4002 auch seine Vorteile, zum Beispiel ist das Befüllen/Entleeren des Frischwasserbehälters möglich, ohne dass man dabei den Waschsauger aufmachen muss.

Hier musst Du dich fragen, was dir wichtiger ist – das schickere Design oder das schnellere und einfachere Ausleeren der Wasserbehälter?

Der SE 5100 hat einen größeren Lieferumfang
Beim Kauf des SE 5100 bekommt man zum einen die umschaltbare Bodendüse dazu, mit der das Gerät fast schon zu einem vollwertigen Trockenstaubsauger wird – auch, wenn er etwas größer und somit umständlicher in der Anwendung als herkömmliche Staubsauger ist.

Zwar bekommst Du auch beim SE 4002 eine Bodendüse dazu, allerdings ist die vom 5100 überarbeitet und durch die Umschaltung vielseitiger einsetzbar. Das ist vor allem ein großer Vorteil, wenn Du den Waschsauger in Zukunft dafür nutzen willst, die Böden in deinem Zuhause zu reinigen.

Durch die Umschaltung eignet sich die Düse unter anderem für Teppich- und Laminatböden. Die Flexibilität finden wir sehr praktisch, denn wer hat schon im ganzen Haus dieselben Böden?

Darüber hinaus verfügt der SE 5100 über einen Flachfaltenfilter, der große Filterfläche auf kompaktem Raum bietet und den Nass-/Trockensaugvorgang ohne Filterwechsel ermöglicht.

Das ist praktisch und macht das Gerät insgesamt variabler in der Anwendung. Außerdem nimmt uns dieser gute Filter eine Sorge, die wir vor dem Test der beiden Geräte hatten.

Wir haben uns nämlich gefragt, wie zwischen Trocken- und Nassreinigung gewechselt wird und ob dafür lange Umbauten oder Ähnliches nötig wird. Das hätte die eigentlich sinnvolle Funktion für uns nämlich leider etwas kaputtgemacht.

Zum Glück ist das aber nicht der Fall, unsere Sorgen waren unbegründet und das nasse und trockene Reinigen mit den Kärcher-Geräten funktioniert ganz einfach und ohne großen Aufwand.

Der SE 4002 ist leiser
Beim ersten Nutzen der Waschsauger kann man schon zusammenzucken, denn sie sind beide echt laut. Eins steht fest: wenn Zuhause noch jemand schlafen will, solltest Du mit dem Putzen warten.

Im direkten Vergleich ist der SE 5100 noch etwas lauter, was wir bei der Nutzung auch bemerkt haben. Er erreicht eine Lautstärke von 77dB, während es bei dem Modell SE 4002 maximal 74 dB sind. Beide Lautstärken sind ungefähr mit deiner Waschmaschine im Schleudergang zu vergleichen.

Der SE 4002 ist günstiger
Da es sich beim SE 4002 und ein älteres Modell aus dem Einstiegsbereich handelt, kannst Du dir wahrscheinlich schon denken, dass auch der Preis etwas niedriger ist. Basierend auf den aktuellen Preisen ist der SE 4002 etwa 10% günstiger in der Anschaffung.

 

Fazit: welches Kärcher-Modell ist denn nun besser – SE 4002 oder SE 5100?

Beide Sprühextraktionsgeräte ermöglichen eine fasertiefe Reinigung von Polstermöbeln, Textilien sowie Bodenteppichen im Auto – aber nur mit zusätzlicher Düse, die Du bei Kärcher kaufen kannst.

Technisch sind die beiden Waschsauger beinahe identisch und unterscheiden sich lediglich im Aufbau und mitgeliefertem Zubehör. Auch in der Praxis konnten wir keine bedeutenden Unterschiede feststellen und beide Waschsauger haben uns das Putzen erleichtert.

Der SE 4002 ist etwas günstiger, dafür aber auch etwas einfacher gebaut und besitzt einen abgespeckten Lieferumfang.

Der SE 5100 ist dafür moderner und praktischer aufgebaut, wodurch sein Bedienungskomfort etwas höher ausfällt. Durch das niedrigere Gewicht und die knapperen Maße eignet er sich unserer Meinung nach besser, wenn Du auf kleinem Raum wohnst und deine Möbel vor Kratzern schützen willst, die beim Saugen und Wischen schnell mal entstehen können.

Da der aktuelle Preisunterschied kaum ins Gewicht fällt, würden wir den SE 5100 in diesem Vergleich etwas weiter vorne sehen, da er ein insgesamt stimmigeres Gesamtpaket bietet.

 

– Vorteile Kärcher SE 4002 –

  • Durch den außen angebrachten Frischwassertank ist der Wasserstand jederzeit ersichtlich und das Befüllen/Entleeren ist zudem ohne das Öffnen des Geräts möglich.
  • Der Waschsauger ist derzeit rund 10% günstiger beim Kaufpreis.

 

– Vorteile Kärcher SE 5100 –

  • Er besitzt einen größeren Lieferumfang, darunter eine umschaltbare Bodendüse sowie einen Flachfaltenfilter.
  • Der Waschsauger ist moderner gebaut und kompakter in seinen Ausmaßen.

Und welches Kärcher-Modell ist für Dich besser: 4002 oder 5100?


Welcher Waschsauger kommt für Dich am ehesten in Frage?

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