Instax Mini oder Square

Die heutigen gestochen scharfen Aufnahmen von Digital-Kameras und Smartphones, die oft Auflösungen von 100 Megapixeln und mehr haben, sind meist schön anzuschauen. Aber selbst wenn man zahlreiche Filter zum Einsatz bringt, sehen sie oft zu steril und leblos aus – einfach zu perfekt.

Anders sah es in den 70ern und 80ern aus, als Sofortbildkameras von Polaroid und anderen Herstellern einzigartige Aufnahmen machten, die sofort als Abzug auf Papier verfügbar waren.

Es ging damals nie um die höchste Bildqualität oder reproduzierbare Resultate, sondern um den Spaß und die Spannung, auf das Ergebnis zu warten; denn man wusste nie vorher, was einen erwartet.

Wer sich heute noch gerne an den Charme analoger Sofortbilder erinnert und diese Zeit zurückwünscht, kann mittlerweile auf eine große Zahl analoger und hybrider Sofortbildkameras zurückgreifen. In diesem Vergleich soll es um die Modelle Instax Mini und Instax Square von Fuji gehen.

 

Welche Geräte schauen wir uns an?

Mit Instax Mini haben wir eine kompakte Sofortbildkamera, mit der im Handumdrehen schöne Bilder gelingen. Ihr Hochleistungsblitz funktioniert vollautomatisch. Er lädt sich in 6,5 Sekunden – bei frischen Batterien noch schneller auf.

Die Elektronik erkennt die Umgebungshelligkeit selbstständig, um die Verschlusszeit entsprechend anzupassen – es sind keine manuellen Einstellungen erforderlich. Somit können helle Objekte und Hintergründe auch in sonst dunklen Umgebungen aufgenommen werden.

Die Instax Mini bietet eine eingebaute „Selfie-Funktion“. Um sie zu nutzen, wird einfach die Einschalttaste gedrückt, und schon fährt das Objektiv automatisch aus.

Anschließend wird der Ring des Objektives nach außen gezogen, bis die Markierung „Selfie On“ eingestellt ist. Vor dem Auslösen kann noch schnell die eigene Position und das Aussehen mithilfe des Spiegels überprüft werden, der sich direkt neben Objektiv befindet.

Zudem kann man die Selfie-Funktion dazu nutzen, um aus 30 bis 50 Zentimetern Entfernung scharfe Nahaufnahmen zu schießen.

Ohne Film, Batterien und Zubehör wiegt die Instax Mini nur 293 Gramm. Sie nutzt das Mini-Format mit einer Bildergröße von 62 mm × 46 mm, bzw. 86 mm × 54 mm, wenn man den Bilderrahmen berücksichtigt. Die Kosten pro Aufnahme belaufen sich aktuell auf rund 0,82 Euro.

Die Instax Mini wird in den trendigen Farben Pink, Weiß, Blau, Violett, Pastell-Grün und Grau angeboten.

Ein Film ist im Lieferumfang enthalten. Kamerataschen sind als Zubehör erhältlich. Zudem ist sie im Hello-Kitty-Design erhältlich, das sich vor allem an junge Menschen richtet.

Mit der Instax Square SQ10 wurde 2017 die erste Kamera mit einem quadratischen Bildformat der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir schauen heute auf ihr direktes Nachfolgemodell Square SQ1 – ja, die Instax Modellbezeichnungen sind diesbezüglich nicht ganz logisch. 🙂

Wie die Instax Mini, besitzt sie ebenfalls einen „Selfie-Modus“. Dazu wird einfach einmal an der Linse gedreht, um die Kamera anzuschalten, und ein zweites Mal, um die Funktion zu aktivieren.

„Square“, also das englische Wort für „Quadrat“, bezieht sich bei dieser Kamera auf ihr Bildformat. Sie schießt nämlich quadratische Fotos in den Maßen 62 × 62 mm, wobei die Bilder auf dem Film selbst eine Größe von 72 mm × 85,6 mm haben.

Die Linse besteht bei diesem Modell aus zwei Teilen und hat eine Brennweite von 65,75 mm. Dadurch sind Aufnahmen in Entfernungen von 30 Zentimetern bis „unendlich“ möglich. Der Shutter wird dabei elektronisch programmiert und hat Verschlusszeiten zwischen 1/2 und 1/400 Sekunden.

Der automatische Blitz sorgt für gut ausgeleuchtete Aufnahmen. Auch verfügt sie im Gegensatz zur Mini über Filtermöglichkeiten.

Die Entwicklungszeit eines Bildes beträgt durchschnittlich 90 Sekunden. Sie richtet sich allerdings nach der Außentemperatur, sodass sie bei kalten Umgebungen geringfügig länger sein kann.

Ihr eingebauter Blitz erlaubt ständiges Auslösen bei einer Aufladezeit von 7,5 Sekunden oder kürzer, wenn die Batterien frisch sind. Der Blitz ist effektiv bei Entfernungen von 0,3 bis 2,20 Metern.

Das Gerät selbst hat die handlichen Dimensionen von 130,7 mm × 118,6 mm × 57,5 mm. Als Gerätefarben stehen Weiß, Orange und Blau zur Verfügung. Ohne Batterien und Film bringt sie nur leichte 390 Gramm auf die Waage.

Ein Film gehört zum Lieferumfang, der Preis pro Bild beträgt rund 1,30 Euro.

Für den einfachen Transport und Schutz können passende Kamerataschen als Zubehör erworben werden.

 

Was sind die Gemeinsamkeiten der beiden Modelle?

Eine der wichtigsten Gemeinsamkeiten der Kameras ist unserer Meinung nach die Selfie-Funktion. Vor allem im Urlaub möchte man gerne Selfies von sich allein oder gemeinsam mit seinen Liebsten machen. Dass beide Kameras daneben einen kleinen Spiegel an der Vorderseite haben, finden wir sehr praktisch. So kannst Du, bevor Du das Selfie machst, checken, ob alles passt und musst keine Fotos verschwenden.

Ein weiteres praktisches Feature, über das beide Kameras verfügen, ist der Fotozähler. Durch diesen wird dir angezeigt, wie viele Fotos vom Film noch übrig sind. So kannst Du gut abschätzen, wann es Zeit ist, sich um neue Filme zu kümmern.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist der Blitz, der in beiden Kameras verbaut ist und dafür sorgt, dass Du Fotos bei verschiedenen Lichtverhältnissen schießen kannst. Im Praxiseinsatz fanden wir den Blitz gut, unsere Bilder waren immer angemessen ausgeleuchtet, was wir für den relativ überschaubaren Preis der beiden Modelle schon bemerkenswert finden.

Eine letzte Gemeinsamkeit ist die Auswahl an Zubehör. Für beide Kameras kannst Du praktische und stylische Taschen kaufen, um sie zu transportieren. Außerdem lässt sich auch das Handbändchen, das für mehr Sicherheit beim Fotografieren sorgt, austauschen.

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Modellen?

Beide Sofortbildkameras machen gute Bilder und benötigen keinerlei Einarbeitung. So messen beide Kameras die Lichtverhältnisse der Umgebung selbstständig, um die Verschlusszeit entsprechend darauf einzustellen. Es muss nur ein Objekt anvisiert, und anschließend der Auslöser betätigt werden. Smile! 🙂

Der Hauptunterschied der beiden Sofortbildkameras ist ihre Größe selbst, und somit die Proportionen der fertigen Bilder.

Größere Bilder bei der Instax Square
Die Instax Mini verwendet ein Bildformat, in dem fertige Bilder eine Weite von 46 mm und eine Höhe von 62 mm, beziehungsweise 54 mm × 86 mm mit Rahmen aufweisen. Diese Maße entsprechen etwa denen einer Kreditkarte, um eine Idee von ihrer Größe zu bekommen.

Die Instax Square entwickelt dagegen Fotos, deren Höhe und Breite 62 mm beträgt.

Instax Mini braucht keine speziellen Batterien
Fast jeder Haushalt hat standardmäßig AA-Batterien zu Hause, das sind die, die wir damals so gerne „Gameboy-Batterien“ genannt hat. Inzwischen sind sie in jedem Discounter günstig erhältlich.

Die Crux bei der Square sind die CR2-Batterien, die auch Fotobatterien genannt werden. Sie sind deutlich kürzer und wesentlich schwieriger zu finden. Oftmals sind sie nur online oder in sehr gut sortierten Elektronikgeschäften verfügbar.

Bessere Ergebnisse auch bei Helligkeit durch die Instax Square
Ein weiterer wichtiger Unterschied sind die möglichen Verschlusszeiten. Auch wenn sie bei beiden Modellen automatisch eingestellt werden, erlaubt die Instax Mini 11 nur Zeiten bis zu 1/250 Sekunde, während die Square auch 1/400 Sekunde beherrscht.

Wer also oft in recht hellen Umgebungen fotografiert, ist mit der Square besser bedient, da sie Überbelichtungen besser verhindern kann.

Generell ist die Automatikfunktion aber bei beiden Modellen in den meisten Lichtverhältnissen ausreichend und erfordert keine Justierung.

Hinzu kommen noch vielfältige Filteroptionen, mit denen Du deine Fotos aufpeppen kannst.

Die Instax Mini ist günstiger und auch der Preis pro Bild ist niedriger
Jedes Foto kostet einzeln, Serienaufnahmen wie beim Smartphone sind hier nicht ohne Kosten möglich. Hinzu kommt der niedrigere Anschaffungspreis, der deutlich unter dem der Square liegt.

Die Instax Mini ist leichter
Die Mini bringt nur etwa 300 Gramm auf die Waage, bei dem Vergleichsmodell sind es rund 60 Gramm mehr. Wir empfinden das geringere Gewicht als Vorteil, vor allem, wenn Du die Kamera mit im Reisegepäck transportieren willst. Auf Ausflügen ist man froh darüber, wenn der Rucksack oder die Tasche möglichst leicht ist.

Ein Hinweis von uns: die oben aufgeführten Gewichtsangaben beziehen sich auf die Kameras ohne Batterien und eingelegten Film.

Das Mini-Modell ist kleiner
Nicht nur im Gewicht ist die Mini kompakter, sondern das Ganze lässt sich auch auf deren Größe übertragen. In Höhe, Tiefe und Breite misst sie jeweils ein bis zwei Zentimeter weniger als das Vergleichsmodell. Das kann im Handgepäck, wenn Du die Kamera mit ins Flugzeug nehmen willst, schon einen deutlichen Unterschied ausmachen.

Die Fotos von der Instax Square gibt es mit farbigem Rand
Der Rand bei den Fotos von dem Modell Mini sind immer weiß. Mehr Spielraum hast Du hier bei der Instax Square: Du kannst dich zwischen fünf verschiedenen Designs entscheiden. Unter anderem stehen dir dabei ein schwarzer Rahmen und bunte Varianten in Rot und Blau zur Verfügung.

Stylische Designs bei der Instax Mini

Zu dem generell coolen Retrostyle der Geräte kommt bei der Mini hinzu, dass sie in vielen verschiedenen Farbvariationen erhältlich ist und Du so das passende Modell finden kannst.

Selbst eine kultige Hello Kitty-Variante ist erhältlich. 🙂

Nicht nur die vielen Farben tragen dazu bei, dass die Instax Mini individueller an dich und deinen Geschmack anpassbar ist. Daneben lässt sich zum Beispiel der Knopf für den Auslöser austauschen und farblich an die Kamera oder einfach an deine Vorlieben anpassen.


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Fazit: welche Instax ist denn nun besser – Mini oder Square?

Obwohl der Instax Mini einige der fortschrittlicheren Funktionen der Square fehlen, ist sie sehr einfach zu bedienen, dass auch Kinder und ältere Menschen sofort mit ihr klarkommen.

Das Highlight beider Kameras ist ihre Selfie-Funktion. Sie besitzen dafür eine extra Linse, sowie einen Spiegel zum Überprüfen der eigenen Position und des Aussehens.

Beim Preis gewinnt die Instax Mini gegen die Square. Sie ist deutlich preiswerter als ihr quadratischer Bruder. Dafür hat bietet die etwas teurere Square Verschlusszeiten von 1/6 bis 1/400 Sekunden, während die Mini nur 1/2 bis 1/250 Sekunden aufbieten kann.

Die Square hat zudem eine langsamere Synchronisation bei schwachem Licht, was der Fotoqualität entgegenkommt. Damit kommt es bei diesem Modell seltener zu Überbelichtungen.

Leider benötigt die Square aber CR2-Batterien, die schwerer als die AA-Batterien der Mini zu bekommen sind. Sie sind in der Regel auch teurer.

Und natürlich muss jeder für sich entscheiden, ob ihm die besseren Eigenschaften der Square ihren Preisaufschlag wirklich wert sind.

 

– Vorteile Instax Mini 11 –

  • Kommt mit herkömmlichen AA-Batterien klar
  • Geringeres Gewicht
  • Derzeit rund 40% preiswerter als Instax Square
  • Auch das Preis pro Bild liegt mit rund 35% deutlich unter dem Konkurrenzgerät
  • Kompaktere Bauform
  • Viele farbliche Variationen, darunter auch das Hello-Kitty-Design

 

– Vorteile Instax Square SQ1 –

  • Größeres Fotoformat als bei Instax Mini
  • Verfügt über mehr Features
  • Verschlusszeiten zwischen 1/2 und 1/400 Sekunden, um Überbelichtungen zu vermeiden
  • Umfangreichere Filtermöglichkeiten

Und welche Instax-Kamera ist für Dich besser: Mini oder Square?


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