
Hattest Du auch schon das Problem, dass Du zwei Medikamente für ein und dasselbe körperliche Problem zur Auswahl hattest?
So geht es vielen mit den Medikamenten Tebonin und Gingium, denn beide enthalten zunächst einmal den gleichen Wirkstoff Ginkgo Biloba und sollen daher vor allem bei mentalen Fähigkeiten unterstützend wirken. Obwohl dieser Extrakt eigentlich viel breiteres Wirkungsgebiet hat, er soll nämlich darüber hinaus durchblutungsfördernd, nervenschützend und antioxidativ sein.
Deswegen erläutern wir dir im Folgenden, was es mit diesen beiden Medikamenten auf sich hat, was sie beinhalten und mit welchen grundsätzlichen Erwartungen sie verkauft werden.
Da dies hier kein medizinischer Fach-Blog ist und auch jeder Mensch ganz individuell beschaffen ist, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen, wenn Du häufiger mit Gedächtnisschwäche oder anderen relevanten Problemen zu kämpfen hast.
Welche Produkte schauen wir uns an?
Tebonin gibt es schon seit über einem halben Jahrhundert. Es wird oft bei Konzentrationsschwäche, altersbedingter Vergesslichkeit, Schwindel und Tinnitus eingenommen. Als erstes Ginkgo-Präparat, gewonnen aus den Blättern der Ginkgo-Pflanze, wurde es im Jahr 1965 vom Willmar Schwabe entwickelt und auf den Markt gebracht.
Im Körper soll die Einnahme von Tebonin mit dem patentierten Spezialextrakt namens EGb 761 zur Folge haben, dass es die Durchblutung anregen und verbessern soll. Dadurch soll das Blut besser fließen und der Körper, vor allem das Gehirn, soll daraufhin intensiver mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.
Aufgrund der besseren Durchblutung im Gehirn kann die Konzentrationsfähigkeit gesteigert werden und auf der anderen Seite kann die Vergesslichkeit grundsätzlich abnehmen. Das Präparat wird zudem übrigens angabegemäß auch von Managern eingenommen, um die Hirnleistung kurzfristig zu optimieren.
Wir finden es darüber hinaus besonders interessant, dass – obwohl es sich um denselben Ginkgo-Extrakt als Inhaltsstoff handelt – das Verbraucher-Magazin “Ökotest” in 2018 von 28 getesteten Ginkgo-Produkten nur das Tebonin mit dem Urteil “gut” bezeichnete, während der Rest deutlich darunter (also als “ausreichend” oder schlechter) eingestuft wurde.
Angeblich war Tebonin das einzige Produkt in dem Vergleich, das über entsprechend aussagekräftige Wirksamkeitsstudien bei Patienten mit Demenz bzw. altersbedingten Gedächtnisstörungen verfügte. Und das muss der ausschlaggebende Punkt gewesen sein, der letztendlich zu einer deutlich besseren Einstufung dieses Mittels führte.
Auch wenn wir das Testurteil des “Ökotests” leider immer noch nicht vollständig nachvollziehen können, nehmen wir es natürlich gerne zur Kenntnis bei unserer heutigen Gegenüberstellung.
Das pflanzliche Arzneimittel Gingium kannst Du rezeptfrei in der Apotheke bekommen. Es wird vom Pharmakonzern Hexal hergestellt und ist im Vergleich zu Tebonin erst viel später auf den Markt gekommen.
Auch Gingium wird oft bei altersbedingter Vergesslichkeit, Tinnitus, durchblutungsbedingten Ohrgeräuschen und Schwindel angewendet. Und zwar in China und Japan angabegemäß schon seit etlichen Jahrhunderten.
Der Hauptwirkstoff ist hier ebenfalls das Spezialextrakt Ginkgo Biloba, welches durch ein High-Tech-Verfahren mithilfe von Aceton aus der Ginkgo-Pflanze extrahiert wird. In diesem komplizierten Prozess werden außerdem weitere Nebenwirkstoffe, wie beispielsweise die Pflanzenstoffe Ginkgolide und Bilobalide, extrahiert.
Auch hier soll die Durchblutung im Gehirn gefördert werden, indem die Fließeigenschaft des Blutes, vor allem die Zirkulation in den kleinsten Gefäßen, verbessert werden soll.
Dadurch kann die Vergesslichkeit grundsätzlich etwas abnehmen, während sich die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung positiv entwickeln können. Zudem sollen laut Hersteller mithilfe dieses Medikaments die Nervenzellen im Gehirn geschützt werden.
Du magst dich fragen, was genau im Gehirn dabei geschehen soll? Freie Radikale, die Schaden anrichten können, haften sich normalerweise an die Nervenzellen an. Diese schädliche Anhaftung der Radikale soll durch die Einnahme der beiden Arzneimittel verhindert werden.
Das Gehirn soll dadurch vor Stressreaktionen und der dadurch entstehenden Schädigung der Nervenzellen geschützt werden. Abgerundet wird der Wirkungskomplex zudem durch seine entzündungshemmende und zellkommunikationsfördernde Eigenschaften, wobei wir an dieser Stelle auf eine detaillierte Darstellung der sämtlichen zugeschriebenen Wirkungsweisen verzichten und stattdessen auf bereits erwähnte Quellen verweisen.
Das ist das grundsätzliche Konzept hinter den beiden betrachteten Ginkgo-Präparaten.
Was sind die Gemeinsamkeiten der beiden Ginkgo-Mittel?

Beine Produkte sind rezeptfrei ohne ärztliche Verordnung erhältlich. Solltest Du bereits eine Diagnose vom Arzt haben, sparst Du dir unter Umständen den erneuten Arztbesuch, denn Du musst dir kein Rezept ausstellen lassen.
Oftmals fällt es den Patienten aus verschiedenen Gründen schwer, Tabletten zu schlucken. Beide Medikamente, Tebonin und Gingium, sind als Filmtablette erhältlich, was dank dieses dünnen Überzugs das Schlucken erfahrungsgemäß etwas erleichtert.
Zudem steuert die Beschichtung auch die Freigabe des Wirkstoffs und ist grundsätzlich auch widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen.
Wer wirklich ein Problem damit hat, überhaupt eine Tablette „hinunterzukriegen“, hat hier die Möglichkeit, Tebonin oder auch Gingium in Form von Tropfen (Tebonin forte 40mg mit 100ml, Gingium 40mg mit 100ml) einzunehmen. Diese können praktischerweise in Wasser aufgelöst oder bei Bedarf auch unverdünnt eingenommen werden.
Beide Medikamente sind in unterschiedlicher Intensität des Wirkstoffs erhältlich. Du kannst den Wirkstoff sowohl bei Tebonin als auch bei Gingium als Filmtablette mit jeweils 240mg, 120mg, 80mg oder 40mg erhalten. So kann dir der Arzt die Wirkstärke verschreiben, die auf dein individuelles körperliches Wohlbefinden am besten passen soll.
Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Präparaten?
Obwohl beide Medikamente grundsätzlich für ähnliche Anwendungsbereiche konzipiert sind, gibt es doch ein paar Unterschiede, auf die wir im Folgenden eingehen.
Unterschiede bei den Inhaltsstoffen
Schauen wir uns nun die Hauptinhaltsstoffe an, stellen wir fest, dass beide Produkte zunächst einmal das Ginkgo-Extrakt enthalten. Tebonin beinhaltet dabei interessanterweise ausschließlich das von Schwabe entwickelte und patentierte Extrakt namens EGb 761.
Gingium wiederum enthält nicht nur das Spezialextrakt Ginkgo Biloba, sondern auch sogenannte Trenn- und Füllmittel, welche im Herstellungsprozess der Tabletten beispielsweise als Schmiermittel für die Maschinen dienen oder sie haben die Funktion, genügend Masse für die Herstellung der Tablette zu bieten, weil der alleinige Wirkstoff beispielsweise zu wenig Masse bietet. Diese Zusatzmittel dürften allerdings angabegemäß keinen wesentlichen Einfluss auf die Wirkung des Präparats haben.
Des Weiteren unterscheidet sich der Gewinnungsprozess des Extraktes aus der Ginkgopflanze. In Gingium wird im Unterschied zu Tebonin das Spezialextrakt mit Aceton extrahiert. Dieses ist jedoch im Endprodukt, in den Filmtabletten, nicht mehr enthalten.
Tebonin ist zudem allergenfrei und auch frei von Zusatzstoffen, während Gingium demgegenüber das Allergen Lactose und weitere Zusatzstoffe enthält. Bei der Produktformel hat Tebonin also eine etwas schlankere Zusammensetzung.
Vorhandensein von Studien über die Wirkung
Der für uns wichtigste Unterschied jedoch ist folgender: für Tebonin liegen wissenschaftliche Studien vor, welche die Wirkung des Medikaments bei Gedächtnisstörungen belegen. Dies dürfte auch einer der Gründe sein, warum in einigen öffentlich verfügbaren Auswertungen der Ginkgo-Produkte Tebonin oft überdurchschnittlich gut abschneidet. Auch wenn der beinhaltete Wirkstoff eigentlich der gleiche wie auch bei den meisten anderen damit verglichenen Präparaten ist.
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/gedaechtnisverlust-nur-tebonin-ist-gut-ginkgo-ginseng-taigawurzel-oeko-test/
Zudem ist die tatsächliche Wirksamkeit von Tebonin laut der Deutschen Apotheker-Zeitung in mehreren wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Beispielsweise bestätigen Tinnitus-Patienten, dass sich ihr akutes Leiden gebessert habe, bei einigen wenigen sei es ganz verschwunden. Auch Gedächtnisstörungen gingen zurück: ältere Patienten bestätigten demnach ebenfalls eine Verbesserung ihrer Gedächtnisleistung.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/anzeigen/2021/04/14/gegen-ohrgeraeusche-und-fuer-ein-besseres-gedaechtnis
Gingium ist günstiger in der Anschaffung
Bei der Discount-Online-Apotheke DocMorris, deren Preisangaben wir zu Vergleichszwecken herangezogen haben, ist Gingium im Vergleich zu Tebonin aktuell im Durchschnitt etwa 30% günstiger.
Fazit: welches Ginkgo-Mittel ist denn nun besser – Tebonin oder Gingium?
Nachdem wir dir nun beide natürlichen Präparate vorgestellt und dir auch die Vorteile erläutert haben, lässt sich abschließend festhalten, dass sich beide Produkte grundsätzlich wirklich sehr ähnlich sind.
Wir haben zudem nämlich auch festgestellt, dass sich in den Packungsbeilagen sehr viele Übereinstimmungen finden lassen. Beide Produkte werden in ähnlichen Situationen eingesetzt und enthalten beinahe identische Wirkstoffe. Dabei unterscheiden sie sich nur in vergleichsweise wenigen, untergeordneten Details.
Sowohl Tebonin als auch Gingium sind mittlerweile etablierte Produkte, die in vielen Apotheken kaum wegzudenken sind. Dies ist wohl nicht zuletzt auf die vorhandenen wissenschaftlichen Wirksamkeitsstudien zurückzuführen. Tebonin wird sogar oft als “das Original-Ginkgo-Präparat” bezeichnet, weil es angeblich eine ganz besondere Zusammensetzung haben soll. Das können wir an dieser Stelle allerdings, wie gesagt, nicht beurteilen.
Hinzu kommt auch, dass Tebonin, ebenfalls hauptsächlich aufgrund der vorhandenen Wirksamkeitsstudien, vor einigen Jahren von dem Magazin “Ökotest” als einziges von 28 getesteten Ginkgo-Produkten mit der Note “gut” abgeschnitten hat. Der Rest wurde interessanterweise, trotz des gleichen Wirkstoffs, als “ausreichend” oder schlechter eingestuft. Hier hätten wir also eine weitere Aussage von einer unabhängigen Institution, die wir an dieser Stelle jedoch nicht extensiv überbewerten würden.
Darüber hinaus lässt sich abschließend noch sagen, dass Du dir immer auch den Rat deines Hausarztes bzw. Facharztes einholen solltest, denn jedes körperliche Problem, ob Tinnitus, Konzentrationsschwäche oder Vergesslichkeit, ist individuell. So ist also jeweils das große Ganze zu beachten, wobei dir auch hierfür wiederum dein Hausarzt bzw. ein entsprechender Facharzt zur Seite steht.
– Vorteile Tebonin –
- Es liegen mehr Erfahrungswerte vor
- Studien weisen Wirksamkeit nach
- Das Produkt ist allergenfrei
– Vorteile Gingium –
- Aktuell etwa 30% günstiger in der Anschaffung
Und welches Mittel ist für Dich besser: Tebonin oder Gingium?
Produkte aus dem Beitrag:
| Vorschau | Produkt | Bewertung | Preis | |
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Tebonin intens 120 mg | 60 Tabletten bei akutem & chronischem Tinnitus* | pflanzliches Arzneimittel... | 48,79 EUR | Ansehen | |
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Gingium® 120 mg Filmtabletten 60 St: Bei Vergesslichkeit frühzeitig handeln* - pflanzlich & gut... | 28,84 EUR 27,83 EUR | Ansehen | |
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TEBONIN FORTE 40mg Lösung 100ml 6995981 | 32,66 EUR | Ansehen |
https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/heilpflanzen/ginkgo-gut-fuer-das-gedaechtnis-736221.html


