Chlorhexamed oder Meridol

“Beseitigt 99% aller Bakterien!” und ähnliche Slogans kennst Du bestimmt, wenn es um Mundspülungen geht. Im ersten Moment klingt das doch ganz gut, oder? Allerdings bestehen die meisten Mundspülungen, die solche Ergebnisse versprechen, erfahrungsgemäß zum größten Teil aus Alkohol.

Da es für viele Menschen wie zum Beispiel Schwangere ein No-Go ist, haben wir uns auf die Suche nach alkoholfreien Mundspülungen gemacht. Wie Du wahrscheinlich auch, haben wir uns gefragt, ob die alkoholfreien Formulierungen mit den klassischen Mundspülungen mithalten können.

Wir haben die Chlorhexamed Forte und die Meridol Zahnfleischschutz-Spülung ausprobiert und wollen dir heute von unseren Erfahrungen berichten. Außerdem verraten wir dir zum Schluss, welches der beiden Produkte unser persönlicher Favorit ist.

 

Welche Produkte schauen wir uns an?

Chlorhexamed Forte ist eine Mundspülung, die Du für verschiedene Zwecke nutzen kannst. Aber Achtung – Sie ist nur für Erwachsene geeignet und falls Du Kinder hast, sollte die Spülung sicher vor ihnen aufbewahrt werden.

Vor allem durch zwei Merkmale zeichnet sich das Produkt aus: seinen intensiven Minzgeschmack sowie den Verzicht auf Alkohol in der Zusammensetzung.

Ganz klassisch kannst Du die Spülung nutzen, um Bakterien im Mundraum zu reduzieren und für einen frischeren Atem zu sorgen.

Während die meisten Mundspülungen hier bereits an ihre Grenzen stoßen, kannst Du Chlorhexamed noch in einem anderen Bereich verwenden. Da es sich um ein medizinisches Produkt handelt, kannst Du es auch als Unterstützung beim Heilungsprozess nutzen, wenn Du einen chirurgischen Eingriff im Mundraum hinter dir hast.

Erkundige dich gerne bei deinem Zahnarzt nach der Mundspülung – es ist keine Seltenheit, dass Chlorhexamed nach Operationen verschrieben wird und auch dein Zahnarzt hat mit Sicherheit seine Meinung zu der Spülung und kann dir Tipps für die Anwendung mitgeben.

Weißt Du, was für die Entzündungen in deinem Mund und Mundgeruch verantwortlich ist? Es sind bestimmte Bakterien, die unter anderem durch die Nahrung, die Du täglich zu dir nimmst, im Mundraum verbleiben. Auch, wenn Du sehr gründlich beim Zähneputzen bist, kannst Du nicht immer alle Bakterien entfernen.

Und genau da setzte Chlorhexamed an, um dir zu helfen. Die Spülung sorgt dafür, dass einzelne Bakterienarten – die, die eben für deine Beschwerden verantwortlich sind – angegriffen und reduziert werden.

Wie das Vergleichsprodukt, kann auch die Spülung von Meridol bei verschiedenen Beschwerden und Anliegen angewendet werden. Hier ein paar Beispiele für dich: Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischrückgang, Zahnfleischbluten, Parodontitis, Karies, Mundgeruch.

Wenn Du Kinder hast, fragst Du dich vielleicht, ob sie die Mundspülung auch benutzen können. Hier gibt es gute Neuigkeiten, denn der Hersteller sagt, dass das Produkt für Kinder ab 12 Jahren geeignet ist. Dasselbe gilt, wenn Du schwanger bist oder stillst. Hier würden wir dir trotzdem empfehlen, vorher mit einem Arzt mögliche Risiken zu besprechen. Sicher ist sicher!

 

Was sind die Gemeinsamkeiten der beiden Produkte?

Die Mundspülungen enthalten keinen Alkohol
Wie Du bereits weißt, enthalten beide Mundspülungen keinen Alkohol, der sonst häufig für das Abtöten der Bakterien in Mundspülungen verwendet wird. So eignen sich die Spülungen für Menschen, die auf Alkohol verzichten möchten.

Achtung: Chlorhexamed ist trotzdem nicht für Schwangere geeignet!

Die Produkte schmecken nach Pfefferminze
Wir empfanden den Geschmack beider Spülungen als angenehm, aber bei Chlorhexamed war er etwas schärfer. Wenn Du sensibel auf Schärfe reagierst, könnte die Spülung gegebenenfalls zu intensiv sein.

Dafür hat der frische Geschmack und Atem hier länger angehalten. Bei Meridol hingegen hatten wir schnell das Gefühl, dass die Frische wieder verfliegt.

Angegebene Haltbarkeit von 6 Monaten
Wenn Du die Mundspülungen angebrochen hast, kannst Du sie danach gemäß der Herstellerangabe noch 6 Monate nutzen. Außerdem ist es wichtig, dass Du die Produkte richtig lagerst. Am besten bewahrst Du sie verschlossen im Badezimmerschrank auf, denn hier ist es in der Regel dunkel und kühl und die Spülungen sind trotzdem immer griffbereit, wenn Du sie brauchst.

Außerdem gibt es bei Meridol ein Verfallsdatum, an das Du dich logischerweise halten solltest. Bei Chlorhexamed gibt es dieses Verfallsdatum hingegen nicht – hier kommt es lediglich darauf an, wann Du deine Flasche öffnest.

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Produkten?

Chlorhexamed wirkt in der Regel intensiver
Chlorhexamed gilt als etwas effektiver, was die Beseitigung von Bakterien angeht, da es systematisch einzelne Bakterienarten abtötet und nicht nur die Gesamtbakterienzahl reduziert.

Wir hatten auch das Gefühl, dass Chlorhexamed etwas effektiver in der Anwendung ist. Wir konnten zum Beispiel bemerken, dass der Mundgeruch stärker reduziert wurde als bei Meridol.

Und auch bei Problemen mit dem Zahnfleisch konnten wir Verbesserungen bemerken. Vor der Anwendung hatten wir nämlich hin und wieder mit Blutungen oder Entzündungen zu tun und tatsächlich traten diese Beschwerden bei der regelmäßigen Anwendung von Chlorhexamed seltener auf.

Auch bei Meridol konnten wir leichte Verbesserungen feststellen, allerdings fühlten wir uns mit Chlorhexamed besser geschützt und hatten ein insgesamt frischeres Mundgefühl.

Unterschiede in der Anwendung
Beide Mundspülungen sind eigentlich ganz einfach anzuwenden, trotzdem solltest Du auf einige Unterschiede achten. Es fängt schon mit der Menge an, die Du für einen Spülgang benötigst: bei Chlorhexamed sind es 10ml und bei Meridol 15ml.

Wichtig ist, dass Du die Spülungen nicht verdünnst und auch nicht mit Wasser nachspülst. So können sich die Wirkstoffe besser entfalten und deine Zähne auch nach der Anwendung noch schützen.

Laut Meridol reicht es, wenn Du ihre Spülung 30 Sekunden im Mund behältst, durch die Zahnzwischenräume ziehst und gurgelst. Laut Chlorhexamed sollte ihr Produkt eine ganze Minute benutzt werden, bevor Du die Spülung ausspuckst.

Beide Mundspülungen solltest Du zwei Mal am Tag – am besten morgens und abends – nutzen. Meridol gibt keine weiteren Hinweise, während Chlorhexamed betont, dass zwischen dem letzten Zähneputzen und dem Spülen mindestens 5 Minuten vergehen sollten.

Bei Chlorhexamed ist Vorsicht geboten
Wenn Du Chlorhexamed einsetzt, solltest Du das nicht über einen langen Zeitraum tun, sondern die Spülung wie eine Art Kur oder Therapie betrachten, die Du für wenige Wochen zum Teil deiner Routine machst.

Chlorhexamed ist nämlich höher konzentriert als Meridol und bei einer dauerhaften Anwendung kann es daher gegebenfalls zu Störungen der Mundflora kommen. Am besten besprichst Du die Anwendung mit deinem Zahnarzt und fragst ihn nach Einschätzungen, wie lange Du die Spülung zur Bekämpfung deiner Beschwerden nutzen solltest.

Bei Meridol gibt es keine herstellerseitigen Warnhinweise, wenn es um die Dauer der Anwendung geht. Ganz im Gegenteil: das Produkt ist sogar angabegemäß dafür gedacht, dass Du es langfristig in die Routine deiner Zahn- und Mundhygiene integrierst.

Chlorhexamed enthält Chlorhexidinbis
Wenn Du kein Fachmann im Bereich Mundspülungen und Zahnhygiene bist, ist dieser Begriff vielleicht neu für dich. Allerdings können die 0,2% Chlorhexidinbis, die im Produkt von Chlorhexamed enthalten sind, einen positiven Einfluss auf deine Mundhygiene und -gesundheit haben.

Den Wirkstoff kannst Du in vielen Kosmetik- und Medizinprodukten finden, da er gegen Bakterien, Pilze und Viren wirken soll. Außerdem kannst Du ihn dir wie eine schützende Schichte vorstellen, die sich um deine Zähne legt und sie so vor Plaque und Karies schützt.

Der Wirkstoff kann also vor allem eine Bereicherung für deine Mundhygiene sein, wenn Du vermehrt mit Plaque zu tun hast und oft zur Zahnreinigung gehen musst.

In der Spülung von Meridol ist der Wirkstoff Chlorhexidinbis nicht enthalten, was das Produkt grundsätzlich weniger intensiv und aggressiv macht. Hier findest Du mildere Stoffe wie Zink und Amin, die ebenfalls eine antibakterielle Wirkung haben können.

Meridol eignet sich auch für Schwangere und Kinder
Obwohl die Mundspülung von Chlorhexamed keinen Alkohol enthält, ist das Produkt laut dem Hersteller trotzdem nicht für Kinder und Schwangere geeignet.

Anders ist es beim Vergleichsprodukt von Meridol. Hier gibt der Hersteller nämlich an, dass die Spülung auch von Schwangeren und von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren genutzt werden können.

Bessere Packungsgrößen bei Chlorhexamed
Zwar bieten dir beide Marken eine Auswahl zwischen zwei verschiedenen Packungsgrößen, allerdings finden wir die Aufteilung bei Chlorhexamed besser. Hier kannst Du dich zwischen 300ml zum Probieren und 600ml für die langfristige und regelmäßige Anwendung entscheiden.

Die 100ml von Meridol finden wir ehrlich gesagt unnötig, da Du für die Spülung bei dieser geringen Menge nicht länger als eine Woche testen kannst und dann gegebenenfalls direkt in eine neue Packung investieren musst. Zusätzlichen Verpackungsmüll verursacht das Ganze auch noch.

Hinzu kommt, dass Chlorhexamed ergiebiger ist, da pro Spülung nur 10ml benutzt werden, während es bei Meridol 15ml sind.

Meridol ist deutlich günstiger
Umgerechnet auf einen Milliliter, kostet die Meridol-Mundspülung aktuell weniger als die Hälfte, verglichen mit dem Konkurrenzprodukt.

Natürlich sollte man dabei bedenken, dass Chlorhexamed eine deutlich höhere Wirkstoff-Konzentration aufweist und dadurch intensiver wirken kann.

 

Fazit: welches Produkt ist denn nun besser – Chlorhexamed oder Meridol?

Zum Schluss können wir dir sagen, dass uns beide Mundspülungen ein strahlendes Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Aber Spaß beiseite, dich interessiert jetzt bestimmt, welches Produkt uns im direkten Vergleich mehr überzeugen konnte.

Meridol bringt die Vorteile mit sich, dass die Spülung auch von Kindern und Schwangeren genutzt werden kann. Außerdem ist sie etwas milder im Geschmack und günstiger.

Auf der anderen Seite hat uns Chlorhexamed in der Anwendung besser gefallen und die Ergebnisse haben uns mehr überzeugt. Mundgeruch und Zahnfleischblutungen wurden reduziert und durch das enthaltene Chlorhexidinbis kann Plaque nachhaltig vorgebeugt werden.

Außerdem ist das Produkt ergiebiger und in größeren Packungen erhältlich, sodass Du nicht andauernd neue kaufen musst.

Insgesamt würden wir dir Chlorhexamed eher empfehlen, wenn Du viel mit Plaque und Karies zu kämpfen hast und dir eine vorübergehende intensive Therapie wünschst. Meridol hingegen kann als langfristige Ergänzung zur Mundhygiene grundsätzlich von der ganzen Familie genutzt werden.

 

– Vorteile Chlorhexamed –

  • Besitzt einen höherkonzentrierten, antibakteriellen Wirkstoffkomplex.
  • Das Produkt wird oft auch zur Nachsorge nach einer Operation empfohlen.

 

– Vorteile Meridol –

  • Ergiebig und dazu noch oft als Vorteilspack erhältlich.
  • Nach Herstellerangaben auch für Kinder und Schwangere geeignet.
  • Aktuell deutlich günstiger in der Anschaffung.

Und welche Mundspülung ist für Dich besser: Chlorhexamed oder Meridol?


Welche Mundspülung kommt für Dich am ehesten in Frage?

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