Jackery oder Anker

Powerstationen können ja bekanntlich Retter in der Not in vielen verschiedenen Situationen sein. Ob Du Zuhause am Arbeiten bist und auf einmal gibt es einen Stromausfall, oder ob Du campen gehst und unterwegs nicht auf deinen Elektro-Grill verzichten möchtest – eine Powerstation sorgt überall für eine sichere Stromversorgung.

Welche Marken kommen dir in den Sinn, wenn Du an Powerstationen denkst? Bei uns waren es Jackery und Anker, deswegen haben wir uns deren Sortimente mal genauer angeschaut und sind dabei auf zwei Modelle gestoßen: die Jackery Explorer 1000 Pro und die Anker 757.

Beide Geräte zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass Du sie sowohl durch das Anschließen ans Stromnetz oder mit Solarenergie im Freien laden kannst. Das bringt besonders viel Flexibilität mit sich und Du kannst ganz einfach umweltfreundlichen Strom erzeugen.

Wir haben uns beide Geräte genauer angeschaut und auf die wichtigen Details geachtet, die im Ernstfall den entscheidenden Unterschied ausmachen können. Heute wollen wir dir von unseren Erfahrungen aus der ausgiebigen Praxisphase berichten und dir verraten, welches Gerät wir mit auf unseren nächsten Campingausflug nehmen würden.

Nachfolgend sollen die wesentlichen Unterschiede zwischen Jackery Explorer 1000 Pro und Anker 757 beleuchtet werden. Wir gehen auf die Ausstattung, Performance und Preis-Leistungs-Verhältnis beider Modelle ein.

 

Welche Geräte schauen wir uns an?

Die Explorer 1000 Pro Powerstation von Jackery verfügt über 800 Watt Eingangsleistung für ihren AC-Eingang über das Stromnetz, 1.000 Watt während des Aufladens über Solarstrom, und einer Gesamtkapazität von 1.002 Wh.

Du kannst die Jackery dank ihres Ultra-Ladesystems in nur etwa 1,8 Stunden von 0 auf 80% aufladen und somit ist sie auch einsatzbereit, wenn sie mal spontan benötigt wird. Ihre niedrige Selbstentladungsrate erlaubt es dir, sie im Standby für 365 Tagen bei einem Ladezustand von 80% in Bereitschaft zu halten.

Ihre zwei USB-PD Anschlüsse ermöglichen eine konstante Stromversorgung für all deine Geräte – dazu zählen Smartphones, Tablets oder iPads, Laptops und Drohnen.

Zu ihren Schnittstellen gehören unter anderem 800 Watt Max-AC- und Solareingänge, zwei 1.000 Watt AC-Ausgänge, ein USB-A und ein DC-Ausgang.

Laut Jackery soll der Explorer 1000 Pro bis zu 1.000 Ladezyklen durchlaufen können. Wenn Du bedenkst, wie langsam sich das Gerät entleert und im Standby bis zu einem Jahr ohne erneutes Laden aushält, stehen die 1.000 Ladezyklen für die Langlebigkeit des Produktes.

Der integrierte und klappbare Griff erlaubt komfortablen Transport und einfache Aufbewahrung. Der Generator nutzt einen Reiner Sinus-Wechselrichter, der für einen stabilen Stromfluss sorgt, und damit Schäden an empfindlichen Abnahmegeräten vorbeugen soll. So spricht das Gerät eine breite Ziel- und Nutzergruppe an.

Das Modell von Jackery wiegt 13,9 Kilogramm und hat die Dimensionen 31,5 × 35 × 39,5 cm.

Der Hersteller gibt der Anker 757 eine geschätzte Lebenserwartung von 10 Jahren und eine 5-jährige Garantie.

Dank ihres LiFePO4-Akkus, kombiniert mit der leistungsstarken InfiniPower Technologie, einer smarten Temperaturregelung mit 100 Messungen pro Sekunde und dem Einsatz langlebiger elektronischer Bauteile dürfte sie Dir auch bei täglichem Gebrauch viele Jahre lang den Dienst verrichten.

Durch den Einsatz der herstellerseitig implementierten HyperFlash Technologie kannst Du diesen Stromgenerator in etwa 60 Minuten von 0 auf 80% aufladen. Mit der Leistung von 1.500 Watt und einer Kapazität von 1.229 Wh ist diese Powerstation erfahrungsgemäß gut dafür geeignet, Stromausfälle und andere Notfälle abzusitzen.

Darüber hinaus fungiert sie sich als tragbares Kraftwerk beim Camping und anderen Outdoor-Aktivitäten, weil Du beispielsweise einfach eine Kaffeemaschine, einen Kühlschrank oder gar Elektro-Grill anschließen kannst.

Den Anschluss nicht verpassen! Die Anker bringt sowohl einiges an Zubehör als auch eine große Auswahl an Anschlussmöglichkeiten mit sich. Im Set findest Du 3 verschiedene Ladekabel, zu denen ein Solar-, ein AC- und ein DC-Autoladekabel gehören.

Passend dazu stellt dir die Powerstation 2 AC-Steckdosen, eine Autosteckdose und insgesamt 6 verschiedene Anschlüsse für USB-C und USB-A zur Verfügung.

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Powerstationen?

Jackery vs Anker Aufbau

Die Anker bietet mehr Leistung
Ein wesentlicher Unterschied zwischen der Jackery Explorer 1000 Pro und der Anker 757 ist die Wahl der jeweils eingesetzten Akku-Technologie. Die Jackery nutzt hingegen die Li-Ion Technologie, welche der LiFePO4 Technologie von Anker unterlegen ist.

Während die Anker mit ihren moderneren LiFePO4 Akkus 1.229 Wh Zellkapazität bei 1.500 Watt Ausgangsleistung liefert, hat die Jackery mit ihren 1.002 Wh und 800 Watt in diesem Duell das Nachsehen.

Die Anker hat mehr Anschlüsse
Im Vergleich zur Jackery bietet die Anker Powerstation etwa doppelt so viele USB- und Wechselstromanschlüsse für mehr Flexibilität. Außerdem werden dir USB-C Anschlüsse mit 60 und 100 Watt geboten, während es beim Jackery nur einen mit 100 Watt gibt.

Du kannst also bei Anker gleichzeitig mehr deiner Geräte an die Powerstation anschließen, was das Gerät besonders praktisch macht, wenn Du mal mit mehreren Personen unterwegs bist.

Beim Campen können die Anschlüsse von Jackery schon knapp werden, wenn ihr gleichzeitig Handys laden, die Kaffeemaschine nutzen und vielleicht noch einen Laptop nutzen möchtet.

Die Anker verfügt über eine UPS-Funktion
Durch die UPS-Funktion soll laut dem Hersteller ein dauerhafter und gleichmäßiger Stromfluss gewährleistet werden. In unserem Praxiseinsatz konnten wir feststellen, dass es tatsächlich keine großen Schwankungen im Stromfluss gab und auch zu Ausfällen ist es nicht gekommen.

Bei dem Gerät der Konkurrenz gab es hingegen leichte Schwankungen im Stromfluss. Hier gibt es leider keine UPS-Funktion, weswegen Du bei der regelmäßigen Anwendung gegebenenfalls mit Schwankungen oder Ausfällen rechnen musst.

Die Anker lässt sich schneller aufladen
Während Du bei dem Produkt von Jackery fast zwei Stunden warten musst, bis es auf 80% aufgeladen wurde, vergeht bei der Konkurrenz nur etwa eine Stunde. Hier wird dir also ein besserer Akku geboten und das Gerät ist schneller startklar, wenn Du das Laden mal vergisst oder einen spontanen Ausflug machen möchtest.

Jackery funktioniert besser beim Cold Start
Beim Camping kann es draußen schnell mal kalt werden – umso wichtiger ist es, dass Du dich auch bei diesen Voraussetzungen auf deine Stromversorgung verlassen kannst, deswegen haben wir bei beiden Geräten mal einen Cold Start gemacht.

Für die Explorer 1000 Pro war es kein Problem, aus dem vollständig ausgeschalteten Zustand bei niedrigen Temperaturen anzuspringen und Strom zu liefern. Beim Vergleichsmodell hingegen hat es zwei Anläufe gebraucht und trotz der UPS-Funktion war die Stromversorgung in den ersten Minuten nicht konstant.

Hier hat uns also insgesamt die Leistung bei Jackery mehr überzeugt.

Die Jackery ist leichter und kleiner
Die Anker 757 hat die Maße 46,3 × 28,8 × 23,7 cm. Dagegen ist die Jackery mit ihren Dimensionen 31,5 × 35 × 39,5 cm deutlich kompakter und nimmt somit im Gepäck mehr Platz ein.

Das kann möglicherweise zu Problemen führen, wenn Du im Auto nur begrenzten Platz hast oder zum Beispiel mit dem Zug reist – dann bist Du mit Sicherheit froh über die kompaktere Form und jedes Gramm weniger.

Da wären wir direkt beim nächsten Thema: dem Gewicht.

Auch beim Gewicht schlägt die Jackery ihren Konkurrenten; sie wiegt rund 30% weniger. Das kleinere Gewicht und die geringeren Dimensionen ermöglichen ein besseres Handling und einfacheres Verstauen.

Akku bei Anker hält wahrscheinlich länger
In der Powerstation Anker 757 ist ein Lithium-Eisenphosphat Akku verbaut, der für seine Langlebigkeit bekannt ist. Während der Akku des Vergleichsproduktes wahrscheinlich schneller an Leistung verliert und insgesamt weniger Ladezyklen durchlaufen wird, arbeitet der Akku der 757 auch bei hohen Temperaturen zuverlässig und wird deine Powerstation einige Jahre am Leben erhalten.

Wenn Du bedenkst, dass es sich hier um eine recht hohe Investition handelt, ist die Langlebigkeit unserer Meinung nach besonders wichtig.

Die Anker 757 hat ein robusteres Gehäuse
Die Powerstation von Anker hat ein robustes Gehäuse, das auch mal den einen oder anderen Sturz abfangen kann. Beim Packen und Campen im freien Gelände kann es manchmal hektisch zugehen und damit das Gerät nicht kaputt geht, ist ein gutes Gehäuse unserer Meinung nach umso wichtiger.

Das von Anker umschließt das gesamte Gerät und schützt vor allem die Ecken. Außerdem konnten wir nach unserem Test keine großen Macken oder Kratzer erkennen, während beim Vergleichsmodell schon einige Kratzer zu sehen waren.

Die Jackery ist günstiger
Der Preisunterschied zwischen den beiden Modellen ist enorm, denn bei Jackery zahlst Du im Schnitt bis zu 40% weniger.

Hinweis: Die Powerstationen sind nicht wasserfest
Eine Frage, die in diesem Zusammenhang oft gestellt wird, ist, ob die Geräte wasserfest sind. Da müssen wir dich leider enttäuschen und Du solltest die Powerstationen nicht bei Regen oder Schnee im Freien nutzen.

Wir empfinden diesen Punkt bei beiden Modellen als deutlichen Mangel, immerhin werden sie von vielen Nutzern beim Camping eingesetzt, wo es nun mal häufig nass ist.

 

Fazit: welches Modell ist denn nun besser – Jackery oder Anker?

Die Stromgeneratoren Jackery Explorer 1000 Pro und Anker 757 eignen sich beide, um auch längere Stromausfälle zu überbrücken. Beide leisten Dir zudem gute Dienste, wenn Du Strom bei Outdoor-Aktivitäten, wie dem Camping oder Feiern in freier Natur benötigst. Trotzdem unterscheiden sich beide Geräte aus technologischer Sicht deutlich.

Der Jackery Explorer 1000 Pro ist das leichtere und kompaktere Produkt. Besonders bei längeren Transporten und knappem Stauraum wirst Du ihr geringeres Gewicht und ihre kleineren Maße schnell zu schätzen wissen. Ihr aktuell günstigerer Preis ist ein weiterer Vorteil gegenüber der Anker 757.

Dagegen stellt die Anker 757 in Sachen Kapazität und Ausgangsleistung die Jackery Explorer 1000 Pro dank des Einsatzes moderner Akku-Technologie in den Schatten. Mit ihr bist Du länger vom Stromnetz unabhängig, und brauchst sie seltener aufzuladen. Zudem besitzt sie mehr Anschlüsse für elektrische Verbraucher, sodass Du gleichzeitig mehr Geräte als an die Jackery anschließen kannst.

Auch wenn die Anker 757 teurer, größer und schwerer als die Jackery Explorer 1000 Pro ist, halten wir sie für das insgesamt etwas praktischere Modell, da sie Dir durch die größere Anzahl an Anschlüssen und spürbar mehr Leistung grundsätzlich einen besseren Nutzen bringen dürfte.

 

– Vorteile Jackery Explorer 1000 Pro –

  • Sie ist rund 30% leichter als die Anker, was ihren Transport und ihre Lagerung signifikant vereinfacht.
  • Ihr Sinus-Wechselrichter gewährleistet einen konstanten Strom beim Laden, um Schäden an empfindlichen Verbrauchern zu vermeiden. Anker macht keine Angaben dazu, ob die 757 ebenfalls ein entsprechendes Feature besitzt.
  • Sie braucht über Solar nur 1,8 Stunden für eine vollständige Aufladung, während die Anker die doppelte Zeit beim Laden auf nur 80% benötigt.
  • Aktuell ist sie rund 15% günstiger in der Anschaffung, verglichen mit dem Konkurrenzmodell von Anker.

 

– Vorteile Anker 757 –

  • Sie hat etwa doppelt so viele Anschlüsse (AC und USB) wie das Konkurrenzmodell.
  • Sie ist vom Hersteller für eine Lebenserwartung von 10 Jahren ausgelegt. Jackery macht dagegen für die Lebenserwartung ihres Generators keine Angaben.
  • Sie leistet 1.229 Wh bei 1.500 Watt, während die Jackery nur 1.002 Wh bei 800 Watt liefern kann.
  • Sie lädt rund 40% schneller von 0 auf 80% auf über das Stromnetz als die Jackery.

Und welcher Solar-Generator ist für Dich besser: Jackery oder Anker?


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