Puky oder Woom

Laufräder für Kleinkinder sind eine tolle Sache. Sie versprechen nicht nur Abwechslung im Alltag, sie sind auch sehr nützlich, denn das Kind lernt dadurch, sein Gleichgewicht zu halten und wird ganz spielerisch auf das Fahrradfahren vorbereitet.

Hat Mama oder Papa es einmal besonders eilig und muss Besorgungen zu Fuß erledigen, ist ein Laufrad optimal. Das Kind hat Spaß und hält mit dem schnellen Schritt von den Eltern mit. Genial oder?!

In unserem Artikel wollen wir dir zwei besondere Laufräder vorstellen. Für unseren Vergleich haben wir uns die Laufräder Puky LR 1 L BR und Woom Original 1 ausgesucht, denn beide Räder sind auf eine maximale Fahrsicherheit des Kindes ausgelegt.

In unserem Artikel gehen wir auf die Unterschiede in der ergonomischen Einstellung des Rads, die Fahrsicherheit, das Gewicht und das Preis-Leistungs-Verhältnis ein.

 

Welche Modelle schauen wir uns an?

#1: Puky LR 1 L BR Laufrad

Die Puky GmbH & Co. KG kann auf einen Erfahrungsschatz von über 70 Jahren zurückblicken, denn gegründet wurde das Unternehmen 1949 in Düsseldorf. In der Herstellung der Fahrräder stehen die Bedürfnisse und Fähigkeiten im Mittelpunkt.

Dies wird gewährleistet, indem mit Experten, wie Bewegungstherapeuten und Kinderärzten zusammengearbeitet wird. Zudem testen während des Entwicklungsprozesses Kinder die Fahrzeuge.

Die Marke Puky ist in der Elternszene seit Jahren sehr bekannt. In meinem Umfeld verwenden sehr viele Eltern für ihr Kind ein Puky-Laufrad. So durfte mein Kind bei einer Freundin genau dieses Puky-Laufrad fahren und wollte es gar nicht mehr abgeben.

Das Puky LR 1 L BR ist ein 12 Zoll Laufrad und eignet sich für Kinder ab 2 bis circa 3 Jahren mit einer Schrittlänge von 35 bis 47 cm und einer Körpergröße von 90 bis 115 cm.

Das Gestell ist aus Stahl und wiegt 5 kg. Das Rad verfügt über einen bequemen, tiefen Einstieg, einem großen Trittbrett, auf welchem das Kind zwischendurch seine Füße absetzen kann und höhenverstellbare Sattel und Lenker. Es wächst also bis zu einem gewissen Grad mit dem Kind mit.

Weitere Features, die das Rad so interessant machen sind die stoßfeste Pulverlackierung, der Seitenständer, Sicherheitslenkergriffe und die kindgerechte Ergonomie des Rades als auch die des Sattels an sich.

Der Hersteller hat bei diesem Rad ebenfalls an die Fahrsicherheit gedacht, denn es weist einige Schutzfeatures auf:

  • Die Griffe des Lenkers sind mit einem breiten Ende ausgestattet, wodurch die Verletzungsgefahr eingeschränkt wird.
  • Die Griffe sind zudem mit extra Gripp beschichtet, sodass das ungewollte Abrutschen verhindert wird.
  • Das kleine Polster am Lenker schützt bei kleineren Aufprallen.

 

#2: Woom Original 1 Laufrad

Woom ist ein mittlerweile internationales Unternehmen, das 2013 von zwei Vätern gegründet wurde, welche das Anliegen hatten, ein Kinderfahrrad zu entwickeln, das auf die körperlichen Proportionen des Kindes und dessen Fahrverhalten abgestimmt wurde.

Dabei konnten beide Väter als Industriedesigner, Biomedizintechniker und Marketingmanager ihr berufliches Knowhow sehr gut einbringen.

Das Woom Original 1 ist ein 12 Zoll Laufrad und eignet sich für Kinder ab 1,5 bis circa 3,5 Jahren und einer Körpergröße von 82 bis 100 cm. Das Gestell ist aus einem sehr leichten Aluminium und wiegt 3 kg.

Es hat einen sehr tiefen Einstieg. Der Sattel und Lenker sind je nach Größe des Kindes ganz unkompliziert höhenverstellbar. Zudem ist die Form des Sattels ergonomisch so entwickelt worden, dass er sich dem Beckenknochen des Kindes anpasst.

Sehr interessant ist, dass der Rahmen in Kombination mit dem Lenker so konstruiert ist, dass sie die Fahr- bzw. Lenkfehler des Kindes nicht stark ins Gewicht fallen. Der Hersteller bezeichnet diese stabilisierende Eigenschaft als eine „fehlerverzeihende Lenkgeometrie“.

Um Beinfreiheit zu gewährleisten, sind die Radnaben sehr schmal gehalten. Der Rollwiderstand der Reifen ist zudem sehr gering, sodass es dem Kind so gut wie keine Mühe bereitet, voranzukommen.

Auch bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen ist das Kind geschützt, denn das Rad verfügt über reflektierende Streifen.

Außerdem verfügt das Modell über viele weitere unseres Erachtens sehr durchdachte Features, welche die Körperproportionen oder aber die kindlichen Fähigkeiten und die Fahrsicherheit des Kindes im Fokus haben.

Um die Fahrsicherheit zu gewährleisten, haben die Hersteller am Lenker einen kleinen Gummiring eingebaut, eine Lenkeinschlagsbegrenzung. Es hilft dem Kind beim Geradeausfahren und gibt Stabilität, wodurch wiederum Stürze verhindert werden.

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Modellen?

Puky verfügt über ein Trittbrett

Puky vs Woom Laufrad Modellauswahl

Dem Woom-Laufrad fehlt ein Trittbrett. Mit dem Trittbrett bei Puky kann das Kind hingegen das anhaltende Rollen genießen und aushalten.

Es muss seine Füße nicht die ganze Zeit in die Höhe heben, sondern hat die Möglichkeit, diese auf dem Trittbrett abzustellen. So hat es insgesamt beim Fahren mehr Ausdauer und kann sich auch mal ausruhen. Für uns ist das ein ganz wichtiges Feature.

Woom hat mehr ergonomische Features
Beide Laufräder sind auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst. Unseres Erachtens wurde bei Woom jedoch auf viel mehr ergonomische Details geachtet:

  • Die Form und Größe der Handbremse passt sich optimal der kleinen Kinderhand an. Es wurde auch daran gedacht, dass ein Kind gar nicht so viel Kraft hat, die Bremse zu betätigen, sodass das Hebelverhältnis den kindlichen Fähigkeiten angepasst wurde.
  • Die ergonomische Formung des Sattels kommt dem kindlichen Beckenknochen zugute.
  • Der Durchmesser der Griffe ist ebenfalls an die Größe von Kinderhänden angepasst, sodass die Lenkergriffe gut in der Kinderhand liegen und das Kind sicher lenken kann.

Woom „wächst“ länger mit
Beide Laufräder sind höhenverstellbar, jedoch ist das Woom Laufrad auf eine größere Altersspanne ausgerichtet. Es wächst praktisch mit dem Kind mit und ist variabler in seiner Höhenverstellbarkeit des Sattels und auch des Lenkers.

Woom ist handlicher, da leichter
Dank des Aluminiumrahmens und der ebenfalls sehr leichten Räder punktet das Woom-Laufrad durch sein Gewicht. Es ist nur 3kg schwer, 2 kg weniger als Puky. Dies ist von Belang, wenn das Kind sein Rad vom Boden aufhebt.

Da machen zwei Kilogramm mehr oder weniger viel aus. Das Kind ist mit diesem Rad viel selbstständiger, das Rad lässt sich leichter bewegen, anschieben oder auch heben.

Für die Eltern wiederum ist das Gewicht auch von Bedeutung, denn wenn das Kind nicht mehr fahren will, müssen sie es unter Umständen tragen. 🙂

Woom ist besser verarbeitet
Beim direkten Vergleich sieht man, dass sowohl der Rahmen als auch die Anbauteile von Woom etwas sauberer verarbeitet sind.

Dabei muss man allerdings sagen, dass sich beide Produkte in diesem Aspekt deutlich von der günstigeren “No-Name” Konkurrenz abgeben.

Woom ist Werkzeug beigefügt
Ab und an muss das Laufrad richtig eingestellt werden, beispielsweise hie Höhe des Rades, also der Lenker und Sattel.

Das ist bei Woom kein Problem, denn beim Kauf dieses Rades wird das benötigte Werkzeug, ein 5-mm-Innensechskantschlüssel, praktischerweise gleich mitgeliefert.

Er kommt zum Einsatz für die Naben, den Vorbau und die Sattelklemme. Dadurch ist das Laufrad nach kurzer Einstellung direkt nach dem Kauf einsatzbereit und das Kind kann direkt loslegen.

Puky ist günstiger
Das Modell von Puky kostet im Moment ungefähr die Hälfte des Preises für das Woom-Laufrad.

Wer also ein qualitatives, aber relativ preisgünstiges Rad sucht, hat hier eine gute Option gefunden.


Aktuelle Bestseller bei Laufrädern:


 

Fazit: was ist denn nun besser – Puky oder Woom?

Nachdem wir dir beide Laufräder samt ihren Hauptunterschieden vorgestellt haben, wird es Zeit für eine kurze Zusammenfassung.

Sowohl Puky als auch Woom haben nicht nur an die Fahrsicherheit gedacht, sondern sie haben auch die kindlichen Körperproportionen berücksichtigt, wobei Woom uns im letzteren Punkt etwas durchdachter erscheint.

Uns gefällt besonders gut das Trittbrett von Puky. Bei Woom kann das für 20 Euro nachgerüstet werden. Was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht, schneidet Puky besser ab, denn das Woom Laufrad kostet aktuell ungefähr das Doppelte.

Beide Räder wachsen mit, wobei Woom sogar bis zu einem Alter von 3,5 Jahren genutzt werden kann. Es ist um zwei Kilos leichter als Puky und liefert zusätzlich Werkzeug zur korrekten Höheneinstellung des Rades.

Meinem Kind hat beim Fahren das Puky Laufrad etwas besser gefallen, er ist ohne viel Üben direkt losgeflitzt. Wenn ich jetzt noch einmal ein Laufrad kaufen müsste, würde ich mir allerdings das Modell von Woom näher anschauen.

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass beide Laufräder eine sehr gute Wahl sind, um mit dem Rad fahren zu beginnen.

 

– Vorteile Puky LR 1 L BR –

  • Das Puky-Laufrad verfügt über ein Trittbrett.
  • Es ist aktuell deutlich günstiger in der Anschaffung.

 

– Vorteile Woom Original 1 –

  • Es hat mehr ergonomische Features.
  • Das Woom-Laufrad „wächst“ länger mit.
  • Es ist spürbar leichter und somit handlicher.
  • Dem Laufrad von Woom ist Werkzeug beigefügt.

Und welches Laufrad ist für Dich besser: Puky oder Woom?


Welches Kinder-Laufrad kommt für Dich am ehesten in Frage?

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Modelle aus dem Beitrag:

Vorschau Produkt Bewertung Preis
PUKY LR 1 L BR | sicheres und stylisches Laufrad | Lenker & Sattel höhenverstellbar | mit Trittbrett | für Kinder ab 2,5 Jahren | PUKY Color PUKY LR 1 L BR | sicheres und stylisches Laufrad | Lenker & Sattel höhenverstellbar | mit... 134 Bewertungen 114,99 EUR 107,24 EUR

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