Aktive oder passive Lautsprecher?

Aktive oder passive Lautsprecher

Aktive oder passive Lautsprecher – was ist besser?

Aus großartigen Bands und emotionaler Musik wird nur über die Unterstützung entsprechend hochwertiger Lautsprecher auch ein tolles Klangerlebnis für Dich. Das zu bekommen, ist das Thema meines Beitrages.

Denn ein tolles Klangerlebnis durch den Einsatz hochwertiger Lautsprecher macht den Unterschied zwischen Hochgenuss und qualitativ mäßiger Berieselung. Da wirst Du uns aus deiner Erfahrung heraus sicher zustimmen.

Die HiFi-Welt von heute wird bis auf wenige Ausnahmen von Passivlautsprechern dominiert. Doch ist diese Vorherrschaft noch gerechtfertigt? In der jüngeren Vergangenheit holen Aktivlautsprecher technologisch deutlich auf.

Wenn Du dir die Frage stellst, welche Art von Lautsprecher – aktiv oder passiv – für Dich Sinn macht, musst Du dir immer die konkrete Verwendung deines Lautsprechers vor Augen führen. So verringerst Du das Risiko erheblich, dass es nachher nicht passen sollte.

Wie Du gleich sehen wirst, gehen wir immer auf das konkrete Anwendungsgebiet ein und habe insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis im Kopf. Unserer Meinung nach macht es nämlich keinen Sinn, einfach nur auf die teuren Hi-Fi-Lösungen zu setzen.

Doch bevor wir über die empfehlenswerten Lautsprechermodelle aus beiden Bereichen schreiben, möchten wir dir einiges zu den Vor- und Nachteilen, Unterschieden und Verwendungsmöglichkeiten sowie zur Technik mit auf den Weg geben.

Am Ende – wer dran bleibt, soll ja schließlich belohnt werden – verrate ich Dir auch meinen persönlichen Lautsprecher-Liebling. 🙂

In unserem Lautsprecher-Vergleich versuchen ich, Dir keine Fachbegriffe um die Ohren zu hauen, sondern die notwendige Erläuterung der dahinterstehenden Technik möglichst anwenderfreundlich zu gestallten.

 

 

Aktive vs. Passive Lautsprecher – was genau ist der Unterschied?

Aktivlautsprecher vs. Passivlautsprecher

Aktive Lautsprecher

Beginnen wir mit den aktiven Lautsprechern. Hier brauchst Du im Grunde nur Strom und den Musik-Input, um loszulegen. Das restliche Equipment wird vom Lautsprecher selbst gestellt bzw. ist in ihm verbaut.

Ein Aktivlautsprecher verfügt bereits über einen internen Verstärker sowie eine eigene Stromzufuhr. Deshalb wird er ja auch als „aktiver“ Lautsprecher bezeichnet – er ist also selbständiger und kann mehr Aufgaben übernehmen.

Ein passiver Lautsprecher hingegen hat in der Regel kein eigenes Stromkabel, sondern wird vom angeschlossenen Verstärker mit Strom versorgt. Der Verstärker wiederum ist mit der jeweiligen Musik-Quelle verbunden.

Wie diese Unterschiede grafisch dargestellt genau aussehen, kannst Du dir in der folgenden Darstellung anschauen.

Der Vorteil von aktiven Lautsprechern ist, dass Du dir als Anwender keine Gedanken über die Abstimmung der Technik zu machen brauchst. Der jeweilige Hersteller hat die notwendigen Komponenten bereits im Lautsprecher verbaut.

Ein schönes Beispiel sind die M-Audio BX5 D3, die mir persönlich in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut gefallen.

Wie Du sehen kannst, verfügen die Boxen über eine eigene Stromversorgung.

Aber sie haben auch noch eine ganze Menge mehr zu bieten. So sind Seiden-Hochtöner und Kevlar-Tieftöner voneinander getrennt, so dass Du beides unabhängig von der Lautstärke (z.B. satter Bass auch bei leiser Einstellung) genießen kannst.

Dazu sind die beiden M-Audio BX5 D3 bereits für die professionelle Musikbearbeitung geeignet, können Dich also hervorragend in deinem Heimstudio unterstützen. Zu dem Preis ist die 100-Watt-Leistung nur schwer zu toppen.

Neben dem Einsatz für deine eigenen Musikproduktionen im hauseigenen Studio eignen sie sich aber auch für die Verwendung mit deinem Desktop-Rechner. Der Bass übersteuert nicht und die Boxen sorgen für klaren Sound.

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Gute kompakte Aktivlautsprecher: M-Audio BX5 D3 Gute kompakte Aktivlautsprecher: M-Audio BX5 D3 2.047 Bewertungen 235,00 EUR

 

Passive Lautsprecher

Wenn Du die Abstimmung deines Equipments selbst übernehmen möchtest, beispielsweise weil Du sie passgenau auf deine Anforderungen zuschneiden willst, hast Du bei der Zusammenstellung die Qual der Wahl.

Dazu musst Du deine Antworten auf Fragen finden wie:

  • Welcher Verstärker eignet sich optimal für das Lautsprecherpaar?
  • Soll es ein Vollverstärker oder lieber eine getrennte Vor- und Endstufe sein?
  • Ist ein zusätzlicher Receiver mit bereits verbautem Verstärker vielleicht die beste Lösung?

Mit einem Passivlautsprecher bist Du in der Tat deutlich flexibler, was die Zusammenstellung und auch den möglichen späteren Austausch deiner Komponenten angeht. So kannst Du individuell den für dich am besten passenden Aufbau bestimmen.

 

Im Consumer-Bereich kannst Du dir den Stereo-Vollverstärker Denon PMA 600 NE anschauen, der mit edler schwarzer Optik und zweimal 70 Watt glänzen kann.

Denon hat Klangregler und Endstufe so abgestimmt, dass Du die benötigten Frequenzen gleichmäßig und stufenlos bis zu 100 kHz erhöhen bzw. regeln kannst. Zudem wurden hochwertige Transistoren und Kondensatoren verbaut.

Für Anschlüsse stehen dir Phono (MM), CD, AUX-in und COAX-in zur Verfügung, die Du auch für Netzwerkplayer oder Recorder-Wiedergabe nutzen kannst. Auch ein Ausgang für deine eigenen Aufnahmen ist verbaut. Dein Equipment kannst Du entweder per Schraubklemme oder über einen Bananenstecker anschließen.

Kombinieren kannst Du den Denon beispielsweise mit den Regallautsprechern Magnat Monitor Supreme 200, die in ihrem Preissegment über ein sehr resonanzarmes Gehäuse verfügen.

Die passiven Lautsprecher sind auf Grund dieser Eigenschaft auch für kleinere Räume geeignet und geben – in Bezug auf den aufgerufenen Preis – meiner Einschätzung nach sowohl Tiefen als auch Mitten sehr gut wieder.

Vielleicht schaust Du dir bei Gelegenheit noch einen tollen Subwoofer an, damit das Paket so richtig in die Tiefe geht. 🙂 Mit dem Denon PMA 600 NE solltest Du jedenfalls deine wahre Freude haben.

Geringer Energieverbrauch (finde ich immer gut, Stromkosten sind ohnehin schon hoch genug!) und eine tolle, hochwertige Verarbeitung sprechen für sich. Wiegt zwar ein paar Kilo, aber dafür steckt auch eine Menge, wie beispielsweise eine hochwertige Frequenzweiche mit Phasenkorrektur drin.

 

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Was ist eine Frequenzweiche?

Aktiv oder Passivbox

Wie versprochen, bleibt es in unserem Beitrag bei ganz wenigen technischen Begriffen. Wir denken aber, dass Du über die Frequenzweiche das Wichtigste wissen solltest.

Eine Frequenzweiche teilt das ankommende Musiksignal in mehrere Tonfrequenzen. Am geläufigsten ist die Aufteilung in Hoch-, Mittel- und Tieftöne. Dann ist die Rede von einem 3-Wege-Lautsprecher.

Ein Aktivlautsprecher verfügt über eine eingebaute aktive Frequenzweiche und teilt die Tonfrequenzen selbst, um sie dann einzeln zu verstärken.

Bei einem Passivlautsprecher wird das verstärkte Musiksignal extern eingespeist und durch eine eingebaute passive Frequenzweiche in unterschiedliche Tonfrequenzen aufgeteilt.

Das so aufgeteilte Signal geht dann an die einzelnen Lautsprecher, die für die jeweiligen Tonfrequenzen zuständig sind.


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Warum ist eine Frequenzweiche wichtig für die Soundqualität?

Wie gesagt, wird bei einem Passivlautsprecher zuerst das Musiksignal verstärkt und dann aufgeteilt. Wie das aber immer so ist, hat ein solches System auch potentielle Nachteile.

Es ist für Dich hier besonders wichtig, bei passiven Lautsprechersystemen auf die Qualität zu achten. Meiner Erfahrung nach kommen weniger hochwertige Systeme mit hohen Signalstärken nicht besonders gut zurecht.

Die passive Frequenzweiche muss dazu mit entsprechend hochwertigen und resistenten Bauteilen (insb. Transistoren und Kondensatoren) ausgestattet sein. So verliert das Signal nicht zu viel an Präzision.

Bei Aktivlautsprechern taucht ein solches Problem zum Glück nicht auf. Hier wird das Signal erst aufgeteilt und dann die jeweilige Tonfrequenz einzeln verstärkt. Das Musiksignal wird so effizienter und nahezu verlustfrei verarbeitet.

Im folgenden Video ist der Unterschied zwischen aktiven und passiven Lautsprechern sehr gut und ohne übermäßigen Technik-Schnick-Schnack erklärt:

 

Unsere Aktivlautsprecher-Empfehlung: KEF Q150

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Jetzt haben wir Dich aber lange genug auf die Folter gespannt. 🙂 Ein Lautsprecher, der die entsprechend hochwertig Qualität hat, dass es erst gar nicht zu Signalproblemen kommen kann, ist der KEF Q150.

Der 200-Watt-Lautsprecher sieht mit seiner edlen Optik und dem schönen Bassreflex-Röhren-Design nicht nur toll aus, es steckt auch einiges dahinter. Für mich hat das Teil die besten Tiefen und Höhen des gesamten Segments zu bieten!

Absolut erste Liga! Der Klang ist nicht verzerrt, das Spektrum sehr breit gefächert. So kannst Du deine Lieblingsstücke noch mal ganz neu kennenlernen. Meine Erfahrung: Es gibt immer wieder neue Töne zu entdecken. 🙂

Dabei kommt der KEF trotzdem mit sehr bequemen Maßen aus. Er ist nicht zu groß und so leicht zu transportieren. Wenn Du einmal mit richtig schweren Teilen umgezogen bist, weißt du, wovon wir reden.

Trotzdem kann mein Favorit auch mit vernünftigen Bässen aufwarten, wobei aber kein Frequenzbereich zu stark bevorzugt wird. Mein Fazit: außergewöhnliches Teil mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis bei wirklich herausragendem Klang!

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Unser Passivlautsprecher-Tipp: KEF Q150 Unser Passivlautsprecher-Tipp: KEF Q150 467 Bewertungen 459,00 EUR 379,00 EUR
P.S. Vielleicht noch ein kleiner Tipp zu den KEF. Wenn Du dir schon vernünftige Boxen holst, achte auch auf eine hochwertige Verkabelung. Ansonsten kannst Du aus deinen Boxen nicht alles rausholen, was drinsteckt. Schau dir dazu einfach mal diese Lautsprecherkabel an.
 

 

Unsere Aktivlautsprecher-Empfehlung: Nubert nuPro A-125

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Unser Aktivlautsprecher-Tipp: Nubert A-125
240 Bewertungen

In unserer Empfehlungsliste fehlt noch ein gutes Aktivlautsprecher-Modell. Das möchten wir nun nachholen und stellen Dir den nuPro A-125 Aktivmonitor von Nubert vor.

Nubert ist ein alteingesessener Deutscher HiFi-Hersteller und verfügt über langjährige Erfahrung. Sie wissen, wie man gute Lautsprecher baut – sowohl im aktiven als auch im passiven Bereich.

Der nuPro A-125 ist der kleinste Vertreter der Nubert Aktivbox-Produktserie. Es handelt sich um ein 2-Wege-System mit 12 cm Tieftöner und 2 cm Hochtöner, getrieben von zwei digitalen Verstärkermodulen mit 2 x 80 Watt Musikleistung.

Man darf sich von den kompakten Maßen dieses Lautsprechers aber nicht täuschen lassen. Der Bass ist sehr voluminös und dabei nicht schwammig. Je nach Aufstellung kann der Bass sogar dominant wirken und muss dann manuell abgesenkt werden.

Die Auflösung ist sehr detailliert – nicht umsonst trägt dieser Lautsprecher den Zusatz „Studio-Monitor“. Der Sound wird trocken und unverfälscht wiedergegeben – für dieses Profil ist der Hersteller ohnehin bekannt.

Es wird also nichts künstlich überbetont oder unterdrückt, was durchaus den Einsatz dieses Modells im professionellen Bereich möglich macht. Wenn Du also aus dem heimischen Studio auf die Bühnen der Welt möchtest – hier wirst Du fündig. 🙂

Alles in allem ist der nuPro A-125 ein sehr solider Aktivlautsprecher im ambitionierten Einsteigersegment. Das kompakte Modell ist also durchaus einen Blick wert, wenn Du dir etwas Vernünftiges gönnen möchtest – mit technischen Komponenten, die bestens aufeinander abgestimmt sind.

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Unser Aktivlautsprecher-Tipp: Nubert A-125 Unser Aktivlautsprecher-Tipp: Nubert A-125 240 Bewertungen 398,00 EUR 298,00 EUR

 

Was ist nun besser – aktive oder passive Lautsprecher?

Im Lautsprecher-Vergleich haben wir über die Frage nachgedacht und dir einige Hinweise und Ideen an die Hand gegeben, damit Du dir selbst ein Bild machen kannst. Stimme deine Auswahl am besten auf deine individuellen Bedürfnisse ab.

Passive Lautsprecher haben sicherlich einen größeren Einsatzradius, dafür hast Du bei den aktiven bereits alles mit drin. Achte auf gute Qualität, die aber wie bei den hier besprochenen Geräten nicht teuer sein muss. Dazu haben wir unsere Favoriten bewusst ausgewählt.

Wenn Du dich darüber hinaus weitergehend über Wireless-Lautsprecher informieren möchtest, empfehlen wir Dir dazu passend zum Schluss noch die Lektüre unseres Beitrages: Was ist besser – Teufel oder Bose?.

Und was denkst Du? Welches Konzept ist für Dich besser – aktive oder passive Lautsprecher?


Welches Boxenkonzept kommt für Dich am ehesten in Frage?

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Lautsprecher-Modelle zum Nachschauen:


3 Kommentare zu Aktive oder passive Lautsprecher?

  1. Oli
    20. Dezember 2015 at 12:12 (7 Jahren ago)

    Prinzipiell ein schöner Artikel, was mir fehlt ist noch der Vergleich der verwendeten Endstufen. Transistor vs. Röhre, Class A vs Class D usw.
    vg
    oli

    Antworten
    • admin
      23. Dezember 2015 at 15:22 (7 Jahren ago)

      Du hast vollkommen recht, diese Vergleiche haben jeweils einen eigenen Beitrag verdient. Wir bleiben auf jeden Fall dran. 😉

      Antworten
  2. Conny
    1. März 2016 at 23:26 (7 Jahren ago)

    Etwas entscheidenes ist übersehen worden, dass nähmlich die Ansteuerung der Aktivboxen nur über eine Verstärkervorstufe sinnvoll ist. Wie soll sonst einen Signal-Quelle angesteuert und geregelt werden.

    Antworten

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