Bose oder Sonos? (Soundbars)

Bose oder Sonos

Bose 900 oder Sonos Arc – welche Soundbar ist besser?

Nachdem Bose mit dem Modell Bose 900 die erste Dolby-Atmos fähige Soundbar herausgebracht hat, wird es an der Zeit, sie mit der Sonos Arc zu vergleichen.

Wir schauen auf die technischen Daten, die Soundqualität und natürlich auch auf die Vor- und Nachteile sowie auf das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Soundbar-Modelle.

Wir greifen ungerne vor, aber eines der beiden Produkte wird in einigen wichtigen Kategorien unseres Soundbar-Vergleichs leider gnadenlos durchfallen. Um mehr Details darüber zu erfahren, einfach weiterlesen. 🙂

 

 

Was sind die Gemeinsamkeiten von Bose und Sonos Soundbars?

Die erste große Gemeinsamkeit der beiden Modelle ist die Dolby Atmos Unterstützung. Bei Dolby Atmos handelt es sich um eine optimierte Version des Surround-Sounds, bei der die Töne nicht nur horizontal von verschiedenen Seiten kommen, sondern auch von oben und manchmal sogar von unten.

Für die vertikale Übermittlung von Signalen werden diese von der Decke und/oder vom Boden reflektiert. Zu diesem Zweck haben viele Dolby Atmos Soundbars Lautsprecher, die entsprechend nach oben oder nach unten ausgerichtet sind. Das ist auch bei Bose 900 und Sonos Arc der Fall, wie wir gleich sehen werden.

Als Schnittstelle mit einem Dolby Atmos fähigen Fernsehgerät fungiert bei beiden Soundbars der HDMI eARC (2.1) Eingang.

Und natürlich können sowohl die Bose 900 als auch die Sonos Arc – wie die meisten modernen Soundbars – über die aktuellen Smart Voice Systeme wie Alexa und Google Assistant gesteuert werden.


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Bose 900 vs. Sonos Arc: was sind die Unterschiede?

Die Arc ist etwas größer

Sonos oder Bose Soundbar Dimensionen

  • Während die Sonos Arc röhrenförmig konzipiert wurde, ist die Bose 900 klassisch viereckig ausgestaltet.
  • Die Sonos hat ein mattes Finish, während die Bose oben mit einer glänzenden Glasplatte versehen wurde, die übrigens magisch Fingerabdrücke anzieht.
  • Die Sonos Arc ist 10 cm länger (114 vs. 104 cm) und 3 cm höher (8,7 vs. 5,8 cm), doch aufgrund ihrer runden Form fällt dieser Unterschied optisch kaum ins Gewicht.
  • Die Soundbars, die es übrigens beide in Schwarz und in Weiß gibt, befinden sich in der gleichen Gewichtsklasse von etwa 6 kg.
  • Die Bose Soundbar verfügt über insgesamt 9 eingebaute Lautsprecher, davon 6 Tiefmitteltöner, einen mittig platzierten Hochtöner und zwei nach oben abstrahlende Lautsprecher, die vor allem für Dolby Atmos Effekte zuständig sind.
  • Die Arc hat 11 Lautsprecher verbaut bekommen, davon sind 8 Tiefmitteltöner und 3 Hochtöner. Sie verfügt ebenfalls über zwei Upfiring-Lautsprecher, die in erster Linie für Dolby Atmos Signale verantwortlich sind.

 

Die Bose 900 hat vielfältige Steuerungsmöglichkeiten, Sonos dafür eine bessere App

  • Die Lautstärke der Sonos Arc kann über die Fernbedienung des Fernsehers geregelt werden. Alles andere läuft über die Sonos App.
  • Die Sonos App ist ja mittlerweile zum „Goldstandard“ für die Smart Sound Apps geworden – nicht zuletzt deshalb, weil Sonos auf diesem Gebiet mittlerweile über 20 Jahre Erfahrung hat. Man muss aber auch wirklich sagen, dass die App von Sonos aktuell die beste Soundbar-App auf dem Markt ist.
  • Die Bose Soundbar kann zwar auch über die Hersteller-App gesteuert werden, hat jedoch darüber hinaus auch eine eigene Fernbedienung.
  • Das erweitert die Steuerungsmöglichkeiten auch auf die Fälle, wo man vielleicht gerade kein Handy zur Hand hat oder wenn jemand den Sound einstellen möchte, der die Bose App noch gar nicht auf dem Handy hat.
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Bose und Sonos haben unterschiedliche Einmess-Verfahren

  • Um den Dolby Atmos Surround zu optimieren, empfiehlt es sich in jedem Fall, eine Einmessung im Raum durchzuführen. So kann sich die Soundbar am besten auf die räumlichen Gegebenheiten einstellen und die einzelnen Kanäle optimal auf den Raum ausrichten.
  • Bose nutzt für die Einmessung die sogenannte AdaptiQ-Technologie, bei der man das mitgelieferte Kopfbügel-Mikrofon anzieht und damit an verschiedenen Positionen im Raum die Testsignale der Soundbar empfängt.
  • Sonos nutzt hingegen die Trueplay-Technologie, bei der man die entsprechende App auf einem Smartphone oder Tablet installiert und damit dann durch den Raum läuft, während die Soundbar Einmess-Signale aussendet.
  • Die Trueplay-Kalibrierung funktioniert derzeit leider nur mit einem iOS-Gerät. Falls man also kein Apple-Gerät besitzt, müsste man es sich für den Einmess-Vorgang temporär ausleihen.
 

 

Bose vs. Sonos: welche Soundbar klingt besser?

Sonos Arc vs Bose 900

Jetzt kommen wir zum wichtigsten Thema: Klang.

Natürlich ist es ein subjektives Thema, doch für uns gibt es diesbezüglich ganz deutliche Unterschiede zwischen Bose 900 und Sonos Arc:

  • Beim Musikhören liefern beide Soundbars einen sehr soliden Job. Kristallklare Höhen, präsente Mitten, ausgeprägte Bässe bei niedrigen bis mittleren Lautstärken.
  • Bei höheren Lautstärken wird der Bass bei beiden Soundbars irgendwann systemisch ausgebremst, um keine Verzerrungen entstehen zu lassen.
  • Der Dolby Atmos Effekt ist bei der Sonos Soundbar besser ausgeprägt. Sie schafft eine breitere Bühne und eine räumlicher klingende Szene, so dass man glaubt, die Objekte würden sich wirklich durch den Raum bewegen. Bei Bose gibt es diesen Effekt zwar auch, doch die Sonos liefert diesbezüglich eine bessere Performance ab.
  • Bei der Stimmwiedergabe fällt die Bose aus unserer Sicht komplett durch. Entgegen der guten räumlichen Klangeffekte und einer guten Stereoleistung, klingen die Stimmen sehr dünn und fast blechern. Selbst die halb so teure Sonos Beam Soundbar liefert eine bessere Stimmwiedergabe ab als die Bose 900.
  • Auch die „Dialogue Enhancement“ Funktion der Bose Soundbar schafft es leider nicht, die Stimmwiedergabe-Performance hörbar zu verbessern. Die Abstimmung der einzelnen Kanäle scheint diesbezüglich nicht optimal zu funktionieren, anders können wir es uns nicht erklären.
  • Dazu kommt bei der Bose 900 noch ein hörbares Grundrauschen in leisen Filmszenen und Musikpassagen. Das ist insbesondere dann hörbar, wenn die Soundbar bei etwas höheren Lautstärken betrieben wird. Das ist bei Sonos definitiv nicht der Fall.
 

 

Fazit: was ist denn nun besser – Bose 900 oder Sonos Arc?

Beide Soundbars sind hochwertig verarbeitet und stellen die Speerspitze der jeweiligen Produktpalette dar. Sie unterstützen beide den Dolby Atmos Surround Sound und haben dafür auch nach oben ausgerichtete Upfiring-Lautsprecher, deren Tonsignale von der Decke reflektiert werden.

Beide Geräte liefern eine für ihre Größe sehr solide Performance beim Musikhören ab. Wem das nicht ausreicht, kann sie durch weitere Systemelemente, wie zum Beispiel Subwoofer, ergänzen.

Bei der Soundqualität liegt die Sonos Arc aus unserer Sicht deutlich vor der Bose 900, was insbesondere bei der Stimmwiedergabe und bei der Ausprägung von Surround-Effekten deutlich wird.

Beide Soundbars sind zwar in der Lage, den dünnen Sound eines Fernsehgerätes deutlich zu verbessern. Doch die Sonos Arc liefert darüber hinaus wirklich eine ausgeprägte Heimkino-Performance, während die Bose 900 leider in einigen Punkten schwächelt und in unseren Augen nicht ganz den Ansprüchen an eine High-End-Soundbar gerecht wird.

 

Wir fassen die Vorteile beider Geräte nachfolgend noch einmal zusammen.

 

– Vorteile Bose –

  • Vielfältige Steuerungsmöglichkeiten
  • Größere Anzahl an Schnittstellen
  • Etwas günstiger

 

– Vorteile Sonos –

  • Bessere App
  • Als Teil des Sonos-Universums beliebig erweiterbar
  • Bessere Dolby Atmos Umsetzung
  • Bessere Stimmwiedergabe
  • Weniger hörbares Grundrauschen
  • Insgesamt klangtechnisch überlegen
 

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