Ecovacs oder Dreame

Saug-Wischroboter haben inzwischen den Weg in viele Haushalte gefunden. Sie unterstützen uns bei der alltäglichen Arbeit und entlasten uns nachhaltig. So sollte es zumindest sein, wenn man den Herstellern Glauben schenkt.

Da wir uns aber nicht mit bloßem Marketing und Versprechungen zufriedengeben, haben wir uns für den heutigen Vergleich zwei Saug-Wischroboter der Premiumklasse herausgesucht und diese ausgiebig getestet.

Der Ecovacs Deebot X1 Omni tritt gegen den Dreame L10s Ultra an. Welcher der beiden konnte uns mehr von sich überzeugen und bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?

 

Welche Geräte schauen wir uns an?

Der Deebot X1 Omni des chinesischen Herstellers Ecovacs ist ein Saug- und Wischroboter mit einer automatischen Reinigungsstation. Diese ist in die Ladestation integriert und kümmert sich um das Leeren des Staubbehälters, die Reinigung des Wassers und die Trocknung der Wischmopps.

Der Einwegstaubbeutel der Station fasst 3,2l und der Wassertank 4l, so müssen sie relativ selten entleert bzw. befüllt werden.

Der Sauger hat eine Saugleistung von 5000 pA, wodurch er sich auch für Haushalte mit Tieren eignet. Die Wischfunktion erzeugt bis zu 6N und rotiert maximal 180-mal pro Minute, so dass der Roboter auf allen möglichen Hartböden gut arbeitet.

Die Akkulaufzeit beträgt höchstens 260 Minuten bei niedrigen Saug- und Wischleistungen. Im Regelbetrieb hielt der Akku bei uns im Test etwa 180 Minuten stand.

Dank KI-Rechenleistung, diverser Laser und einer weltraumfotografie-tauglichen RGB-Kamera erkennt der Deebot Menschen und Hindernisse recht genau.

Im Praxiseinsatz reinigte der Sauger unsere präparierte Wohnung zuverlässig, selbst Staub in Ecken erreichte er problemlos und auch das Wischen konnte uns überzeugen. Hochflorteppiche sind allerdings nicht sein Fachgebiet.

Auch der Dreame L10s Ultra verfügt über eine automatische Reinigungsstation, die die Wischmopps nach der Reinigung mittels Heißluft in etwa zwei Stunden trocknet. Mit 3 Litern ist der Staubbeutel der Station überschaubare 200ml kleiner als beim Konkurrenzmodell.

Dafür hat er aber mit 5300 pA ein bisschen mehr Power, die sich aber wiederum auf die Akkulaufzeit auswirkt: Diese liegt bei 210 Minuten im leichtesten Modus und bei rund 120 Minuten im Alltagsbetrieb bei variabler Saugkraft.

Auch die 3D-Navigation des Dreame kann mit der vom Deebot mithalten, Hindernisse sind durch KI und Lichtsignale vor Kollisionen geschützt.

Im Praxiseinsatz hat sich der L10s Ultra souverän geschlagen, doch kam er bei spitzen Ecken und Hindernissen insgesamt schneller an seine Grenzen.

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Saugern?

Ecovacs vs Dreame Unterschiede

Zwei Seitenbürsten beim Deebot und nur eine beim Dreame
Knüpfen wir direkt am letzten Punkt der Einleitung an: Bei Ecken und Verwinkelungen fiel es dem Dreame schwer, sämtlichen Staub herauszuziehen und einzusaugen.

Ein Blick unter die Sauger offenbart den Grund dafür. Der Dreame hat zwei Seitenbürsten, die auch schwer zugängliche Bereiche besser erreichen können, als die eine Bürste des Dreame.

Der Dreame wischt gründlicher
Unsere Ansprüche an die beiden getesteten Modelle sind nicht gerade niedrig, denn wir hatten es bis dato hauptsächlich mit Robotern zu tun, die nur über eine vibrierende Wischplatte verfügen.

Die beiden Vergleichsgeräte aber haben jeweils zwei Wischmopps, die je bis zu 180 mal pro Minute rotieren und dabei einen ordentlichen Druck aufbauen können. Eine ganz andere Liga also und das konnten wir auch sehen.

Beide erzielten zufriedenstellende Ergebnisse und konnten selbst leicht angetrocknete Flecken noch gut entfernen. Im Gesamtergebnis lag aber der Dreame vorne, da er auch bei Holzböden keine Schlieren hinterließ.

Beim Deebot mussten wir hingegen leider hier und da nochmal per Hand nacharbeiten, damit die Streifen auf dem Boden nicht mehr sichtbar waren.

Größerer Wassertank beim Deebot
Der Wassertank des Deebot hat ein Volumen von 4 Litern, was also eine seltenere Befüllung mit sich bringt. Gerade wenn Du wenig Zeit, oder auch wenig Lust hast, dich darum zu kümmern, kannst Du dich länger zurücklehnen als beim Deebot.

Dieser hat nämlich einen deutlich kleineren Tank in der Absaugstation verbaut und kommt nur auf ein Volumen von 2,5 Litern.

Mehr Power beim Dreame
Die nackten Daten sind immer mit Vorsicht zu genießen, denn man weiß nie, wie viel Kraft letzten Endes auch wirklich in den Saugern steckt. Beim Dreame erwartet dich eine Saugleistung von bis zu 5.300 pA, beim Deebot hingegen 5.000 pA.

Tatsächlich konnten wir aber auf Teppichböden eine etwas bessere Saugkraft beim L10s Ultra bemerken.

Etwas bessere Objekterkennung beim Deebot
Selbst bei höherwertigen Modellen wie den beiden hier, sind die Objekterkennungen von Saugrobotern immer noch stark ausbaufähig.

Große Objekte und auch kleinere erkennen sie zwar meistens, aber oft durch Trial and Error, also kurz Anstupsen und dann fürs nächste Mal merken. Das funktioniert aber nur, wenn man die Gegenstände in der Wohnung keinen Millimeter bewegt.

Der Deebot konnte aber dennoch etwas besser hinderliche Objekte erkennen als der Dreame, ganz mithalten mit unserem Favoriten, dem Roborock S7 MaxV Ultra, konnte aber auch er nicht.

Auch Langflorteppiche sind kein Problem für den Dreame
Teppiche und insbesondere Langflorteppiche sind meist ein Endgegner für Saugroboter. Mal ziehen sie den gesamten Teppich mit, mal verschmutzen die Wischmopps den Teppich.

Beim Dreame kann das eher nicht passieren, denn dieser kann sich automatisch anheben, sobald er Teppiche erkennt. Bis zu 7mm sind hier drin, wodurch er den Teppich saugen kann, ohne dass dieser in Kontakt mit den nassen Wischmopps kommt.

Der Deebot schwächelte auf Teppichen hingegen merklich und musste einmal sogar von uns zurückgeholt werden.

Übersichtlichere App und angenehmere Sprachsteuerung beim Dreame
Die Apps der Roboter sind das Kernstück der Nutzererfahrung. Über sie stellt man alles wichtige ein, man legt Karten an und natürlich auch No-Go-Areas an, also Bereiche, in die für die Sauger Tabu sind.

Von der Aufmachung gefiel uns die App von Dreame deutlich besser und auch die Kartenansicht ist übersichtlicher gehalten.

Falls aber mal kein Smartphone zur Hand ist, dann bieten beide Modelle auch eine Sprachsteuerung an. Und auch diese konnte uns beim Dreame von sich überzeugen, da wir da sogar die Wahl zwischen Siri, Google Assistant und Amazon Alexa haben.

Ecovacs hingegen bietet seinen Kunden nur den hauseigenen Sprachassistenten YIKO, der zwar meist alles versteht, aber in der Handhabung doch etwas ungewohnter ist als die uns bekannten Assistenten der Vergleichsmarken.

Moderneres Design beim Dreame
Klar, Geschmäcker sind verschieden, aber wir haben uns an den schnöden schwarzen oder dunkelgrauen Haushaltsgeräten sattgesehen.

Durch die Absaugstationen sind die beiden Sauger nur schwer zu verstecken, es sei denn, Du verfügst extra über einen Haushaltsraum. Wir jedenfalls nicht, also legen wir auch Wert auf die Optik. 🙂

Das cleane, helle Design des Dreame passt sich gut der Umgebung an und sticht nicht so sehr hervor wie der dunkle Deebot. Natürlich kommt es bei diesem Punkt am Ende des Tages auch auf das Design der Wohnung an.

 

Fazit: welcher Saugroboter ist denn nun besser – Ecovacs oder Dreame?

Die Preise für beide Modelle sind deutlich gefallen, von einst knapp 1.000 Euro sind sie inzwischen deutlich entfernt und liegen sogar aktuell gleichauf.

Bei der Performance liegen beide Robosauger auf ungefähr gleichem Niveau. Die Saugleistung ist beinahe identisch, nur bei Teppichen lag der Dreame leicht vorne.

Ecken und schmale Bereiche konnte der Deebot besser reinigen und auch das Ausweichen von Hindernissen gelang ihm besser. Der merklich größere Wassertank erspart dir das häufige Warten der Station.

Im täglichen Gebrauch sehen wir aber im Endeffekt den Dreame L10s Ultra vorne, da er gründlicher wischt, eine höhere Saugleistung abrufen kann und die App, sowie Sprachsteuerung das Erlebnis abrunden. Und auch optisch sieht er in unseren Augen stylischer aus. 🙂

 

– Vorteile Ecovacs Deebot X1 Omni –

  • Er hat doppelt so vielen Seitenbürsten für die Reinigung von Ecken (2 vs. 1)
  • Der Wassertank in der Absaugstation ist fast doppelt so groß (4 vs. 2,5 Liter)
  • Er verfügt über eine etwas bessere Objekterkennung

 

– Vorteile Dreame L10s Ultra –

  • Er ist bei der Wischleistung etwas gründlicher.
  • Er hat auf dem Papier eine höhere maximale Motorleistung (5.300 vs. 5.000 pA).
  • Das Modell hat eine Anhebungsmöglichkeit für die rotierenden Wischmopps, um auch langflorige Teppiche trocken zu halten.
  • Übersichtlichere App und angenehmere Sprachsteuerung
  • Insgesamt etwas moderneres Design

Und welcher Saugroboter ist für Dich besser: Ecovacs oder Dreame?


Welcher Saug-Wischroboter kommt für Dich am ehesten in Frage?

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