
Onlinebanking, Chats und auch das ganz entspannte Surfen im Internet gehören für uns alle inzwischen doch fest zum Alltag dazu. Sensible Daten und private Gespräche werden rund um den Erdball geschickt und wir gehen meistens wie selbstverständlich davon aus, dass wir abgesichert sind.
Die meisten Betriebssysteme bieten eine integrierte Firewall und ein Antivirenprogramm, doch diese sind nicht immer ausreichend. Kaspersky und Norton sind zwei große Namen, wenn es um Sicherheit im Web geht.
Doch worin unterscheiden sich die beiden Programme und welches ist sicherer? All das erfährst Du in diesem Beitrag.
Welche Software-Produkte schauen wir uns an?
Kaspersky Internet Security ist ein Antivirenprogramm, das schon seit der Firmengründung im Jahre 1997 gerne genutzt wird. Jedoch gibt es auch Stimmen, die dem Hersteller misstrauen, doch dazu später mehr.
Es gibt diverse Versionen der Software, sowohl für Android-Geräte, als auch PCs und Macs. Im Jahre 2023 konnte Kaspersky sogar den Titel „Produkt des Jahres“ für sich gewinnen und ganze 15 Mitbewerber ausstechen.
Die Programme des russischen Herstellers schützen dich nicht nur vor Viren, sondern je nach Abo auch vor Trojanern, Ransomware, sowie Phishing- und Spyware. Die Funktionen beschränken sich dabei nicht nur auf Echtzeitschutz während des Surfens, sondern zusätzlich kann auch die Webcam gesichert werden. Auch ein VPN kann genutzt werden, um anonym zu surfen. Abgerundet wird das Ganze durch eine sichere Zahlungsumgebung fürs Banking und eine Kindersicherung.
Bei Kaspersky kannst Du aus drei Paketen wählen und die Preise beziehen sich auf das erste Nutzungsjahr: Das Basispaket kostet 25 Euro pro Jahr und ist für die meisten Zwecke ausreichend. Solltest Du also nur Filme schauen und ansonsten keine allzu sensiblen Daten verschicken, könnte dieser Tarif passen.
Wenn Du eher inkognito unterwegs sein möchtest und eine Datenleck-Überprüfung brauchst, dann könnte der Plus-Tarif richtig für dich sein. Dieser liegt bei 35 Euro pro Jahr.
Das Premium-Paket verbindet alle eben genannten Features und wird abgerundet durch einen Identitätsschutz, 1 Jahr Zugang zu Kaspersky Safe Kids und sogar eine Überprüfung von möglichen Gefahren durch Experten.
Du kannst dir die Programme 30 Tage lang in aller Ruhe anschauen und bekommst im Falle des Falles bei Unzufriedenheit dein Geld zurück. Jetzt aber zum Kleingedruckten: Nach einem Jahr steigen die Preise der Abos massiv an und verdoppeln sich sogar fast. Es kann also eine gute Idee sein, dir eine Erinnerung zu schreiben, damit Du noch rechtzeitig kündigen kannst… Und dir vielleicht einfach ein neues Abo machst. 🙂
Schauen wir uns die Programme mal genauer an. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und aufgeräumt und das auf allen Endgeräten und Betriebssystemen. Auf den Arbeitsspeicher wirkt sich die Software kaum merkbar aus und auch die manuellen Scanvorgänge laufen rasch ab. In unserer 4-wöchigen Testphase wurden wir zuverlässig vor sämtlichen Bedrohungen geschützt und auch unsere manuell eingeschleusten Viren wurden problemlos von Kaspersky erkannt.
Norton 360 nennt sich die Antivirensoftware des US-amerikanischen Herstellers Gen Digital. Auch sie bietet einen Rundumschutz für alle möglichen Geräte an, aber auch wie bei Kaspersky gehen Apple-Nutzer leer aus. Das liegt aber daran, dass iOS strikt abgeschirmt ist und nur ganz wenige spezielle, quasi abgespeckte Antivirensoftware duldet.
Da die Features bei Norton im Grunde identisch sind, kommen wir direkt zu den angebotenen Tarifen: Diese unterscheiden sich ebenfalls je nach Anzahl der zu sichernden Geräte, also schauen wir uns einfach die standardmäßig angegebenen Pakete an. Das Plus Paket ist das günstigste der Vier und kostet im ersten Jahr 20 Euro, besonders hervorzuheben ist, dass es dir einen Speicherplatz von 2GB in der Cloud bietet.
35 Euro verlangt Norton für das Standardpaket, das einen VPN bietet und sogar 10GB Platz für Backups. Damit lässt sich auch schon arbeiten, denn 2GB sind zugegebenermaßen viel zu wenig.
Norton 360 Deluxe liegt bei 40 Euro jährlich und bietet neben einem größeren Speicherplatz ein ganz besonderes Highlight an, nämlich den Dark Web Monitor. Dieser durchforstet das Dark Web nach deinen sensiblen Daten wie Passwörtern und Kreditkarteninformationen.
Abgerundet wird das Angebot durch die Advance-Variante, die zusätzlich noch Unterstützung bei der Identitätswiederherstellung Brieftaschendiebstahl und ein Social Media Monitoring bietet.
Während der Testphase kamen wir mit der Software gut zurecht, doch lief die Software auf alten Windows 7 Geräten hin und wieder ein bisschen holprig und auch zwei unserer Viren konnte das Programm nicht erkennen.
Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Diensten?

Kaspersky erkannte unsere platzierten Viren zuverlässiger
Bei der Echtzeitüberwachung konnten wir bei den beiden Konkurrenten keine signifikanten Unterschiede feststellen, doch beim manuellen Scanvorgang lag Kaspersky dann eindeutig vorn.
Wir haben unsere Geräte mit einigen Viren gespickt und alle wurden von Kaspersky erkannt, während Norton zwei dieser Bedrohungen nicht erkennen konnte.
Mehr Auswahl an Abomodellen bei Norton 360
Bei Norton hast Du die Qual der Wahl zwischen vier verschiedenen Abomodellen, bei Kaspersky hingegen sind es nur drei. Das bedeutet also, dass Du bei Norton ein Paket finden kannst, das ziemlich sicher zu deinen Bedürfnissen passt, ohne, dass Du Geld für Funktionen bezahlst, die Du im Endeffekt gar nicht brauchen würdest.
Kaspersky ist bei den meisten Tarifen günstiger
Die Sache mit den Tarifen ist bei beiden Anbietern ein bisschen heikel, denn es müssen die Anzahl der Endgeräte, die Laufzeit und die Pakete berücksichtigt werden. Im Durchschnitt ist Kaspersky aber günstiger, insbesondere bei längeren Laufzeiten und Familienlizenzen.
60 versus 30 Tage Geld zurück bei Nichtgefallen bietet dir Norton 360
Wenn man ein Mal ein Abo abschließt, das ein ganzes Jahr lang läuft, hofft man doch, dass sich das Ganze auch wirklich lohnt und man zufrieden ist. Beide Anbieter sichern dich da für den Fall der Fälle ab und Du kannst das Abo rückgängig machen.
Bei Kaspersky sind es immerhin 30 Tage, die Du es testen kannst, aber viel praktischer und praxisnaher ist die 60-tägige Testzeit, die Norton 360 dir bietet. Bei beiden zahlst Du erst einmal die Summe, Du bekommst sie aber innerhalb weniger Tage wieder erstattet, falls Du mit den Programmen nicht zufrieden bist.
Theoretisch könntest Du dir auch beide kaufen und sie in Ruhe testen, ehe Du dich entscheidest. 🙂
Norton bietet 2-200 GB Cloud Backup Speicherplatz
Wir können es nur immer wieder predigen: Sichert eure Daten, regelmäßig und entweder auf einer externen Festplatte, oder eben in einer Cloud. Diese ist bei Norton ein Alleinstellungsmerkmal und bietet je nach Tarif bis zu 200GB virtuellem Speicher, um deine Daten sicher zu lagern.
Kaspersky läuft insbesondere auf alten Geräten flüssiger
Zugegebenermaßen laufen beide Programme zumindest auf neuen Geräten ziemlich rund und wir konnten keine Unterschiede bei Windows oder Mac feststellen, auch unsere Smartphones, die mit Android laufen, zeigten keine Auffälligkeiten bei der RAM-Auslastung.
Bei unseren alten Laptops aber, die noch auf Windows 7 laufen, konnten wir bei der Nutzung von Norton 360 eine deutlich höhere Auslastung des Arbeitsspeichers bemerken, was diverse Rechenprozesse und Aufgaben deutlich verzögerte.
Kaspersky hingegen lief durchweg rund und wir konnten keinerlei Verzögerungen bemerken.
Dark Web Monitoring bei Norton
Von dieser Funktion hatten wir ehrlicherweise vor dem Test noch nie etwas gehört, aber wir sind von ihr wirklich nachhaltig begeistert. Zwar konnten wir in den Tiefen des Dark Webs keinerlei Daten von uns aufspüren, aber das, zumindest subjektive, Sicherheitsgefühl steigt schon immens.
Angenehmere Nutzeroberfläche bei Kaspersky
Wir lieben es übersichtlich, puristisch und funktional und genau das bietet die Nutzeroberfläche von Kaspersky. Die Kontraste sind in einem dezenten und nicht zu grellen Grünton gehalten und alle Funktionen sind schnell und einfach erreichbar.
Es ist nicht so, dass Norton absolut unübersichtlich ist, aber die starken Farbkontraste durch das Orange sind uns schon ein bisschen unangenehm aufgefallen.
Norton ist weniger umstritten
Bei vielen läuten die Alarmglocken, wenn sie hören, dass ein Antivirenprogramm von einem russischen Hersteller stammt. Schon seit jeher wird heiß diskutiert, ob Kaspersky mit dem russischen Geheimdienst kooperiert. Das geht sogar so weit, dass in den US-amerikanischen Bundesbehörden die Software verboten ist.
Aber auch in Deutschland hat das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, die Empfehlung herausgegeben, auf eine andere Software zurückzugreifen.
Bei Norton gibt es diese Sicherheitsbedenken nicht, also denk einfach mal drüber nach, ob Du dich nicht vielleicht, wenn auch subjektiv, mit Norton 360 wohler fühlen würdest.
Fazit: was ist denn nun besser – Kaspersky oder Norton?
Die beiden heute betrachteten Dienste gehören zu den besten Sicherheitslösungen, die der Markt zu bieten hat. Allerdings haben sie zwei völlig unterschiedliche Schwerpunkte.
Kaspersky überzeugte uns im Test durch eine besonders zuverlässige Virenerkennung, was sich in der Praxis als entscheidender Vorteil herausstellt, denn all unsere Viren wurden erkannt, während Norton an zwei scheiterte. Zudem ist es preislich meist günstiger als Norton, vor allem bei den Mehrgeräte-Tarifen oder längeren Laufzeiten.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Systemleistung: Kaspersky läuft selbst auf älteren PCs flüssig und belastet den Arbeitsspeicher nur geringfügig. Auch die Nutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet und lässt sich angenehm bedienen, was vor allem für Neulinge einen eindeutigen Mehrwert bietet.
Norton punktet hingegen bei den Zusatzfunktionen und dem Funktionsumfang. Es bietet vier verschiedene Abo-Stufen, während Kaspersky nur drei hat. Das gibt dir bei Norton mehr Auswahlmöglichkeiten.
Auch die „Rückgabegarantie“ ist großzügiger: Du hast 60 Tage Zeit, die Software ausgiebig zu testen, im Vergleich zu nur 30 Tagen bei Kaspersky. Besonders stark ist Norton beim Thema Cloud Backup: je nach Tarif bekommst Du 2 bis 200 GB Speicherplatz, was für viele Nutzer mit sensiblen Daten ein echtes Highlight ist.
Außerdem ist das sogenannte Dark Web Monitoring enthalten: eine Funktion, mit der Du benachrichtigt wirst, wenn deine persönlichen Daten (z. B. E-Mail oder Passwörter) im Dark Net auftauchen.
Unterm Strich ist Kaspersky die bessere Wahl für Nutzer, die Wert auf einen starken Virenschutz, gute Performance und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Norton eignet sich eher für Nutzer, die möglichst viele Zusatzfunktionen und umfassende Datensicherheit aus einer Hand wünschen, auch wenn der Preis dafür etwas höher liegt.
Durch die Geld-Zurück-Garantie der beiden, empfehlen wir dir aber einfach, dass Du dir beide Programme selbst in Ruhe anschaust. Teile uns dazu gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren.
– Vorteile Kaspersky –
- Erkannte unsere platzierten Viren zuverlässiger
- Bei den meisten Tarifen günstiger
- Läuft insbesondere auf alten Geräten flüssiger
- Angenehmere Nutzeroberfläche
– Vorteile Norton –
- 4 versus 3 Abonnements verfügbar
- 60 versus 30 Tage Geld zurück
- 2-200 GB Cloud Backup
- Dark Web Monitoring für Passwörter und Kreditkarteninformationen
- Weniger umstritten
Und welches Antivirusprogramm ist für Dich besser: Kaspersky oder Norton?
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