Fritz!Repeater 6000 oder 3000

Solltest Du bereits viele WIFI-Clients besitzen, oder noch neue dazu holen und sie quer durchs Haus verteilen, dann kann darunter die Datenübertragungsrate leiden. Nicht selten gibt es auch Verbindungsabbrüche und komplette Aussetzer.

Du bist dem Ganzen aber natürlich nicht hilflos ausgeliefert, sondern kannst auf WLAN-Repeater zurückgreifen, die das Signal zum Wiederholen und dazu auch noch verstärken.

AVMs Netzwerk-Geräte der Fritz-Reihe gehören zu den Stamm-Playern am Markt. Wir werden heute genauer hinschauen um herauszufinden, ob das 6000er Modell, das auf dem Papier deutlich performanter ist, wirklich so viel mehr drauf hat als die 3000-er Reihe.

 

Welche Geräte schauen wir uns an?

Der Fritz!Repeater 6000 setzt sich aus drei Funkeinheiten mit je vier Antennen zusammen, also insgesamt ganzen 12 Antennen.

Durch Wi-Fi 6 wird ein stabiles WLAN-Signal erzeugt, das die Abdeckung in deinem Zuhause erhöht. Du hast damit die Möglichkeit, viele Geräte, auch parallel, zuverlässig mit dem Internet zu verbinden. Die Reichweite wird so erhöht, dass selbst weit entfernte Räume besser abgedeckt werden können. Die Bandauswahl erfolgt übrigens transparent und automatisch im laufenden Betrieb.

Seine drei Funkeinheiten bilden zusammen ein kabelloses Netzwerk mit bis zu 6.000 MBit/s (WLAN AX) Maximalgeschwindigkeit. Jeder der zwei 5 GHz Kanäle liefert dabei bis zu 2.400 MBit/s. Der verbleibende 2,4 GHz Kanal steuert dann zusätzlich noch einmal 1.200 MBit/s bei, was auch noch akzeptabel ist für die meisten Geräte, die nicht allzu viel Bandbreite schlucken.

Die sich an Bord befindlichen 12 Antennen verteilen sich auf drei Funkeinheiten und erzeugen einen recht hohen Datendurchsatz, auch wenn viele Endgeräte gleichzeitig verbunden sind.

Das Gerät bietet dir zusätzlich noch die Möglichkeit, es in einer WLAN Mesh Umgebung einzusetzen, also quasi einem Netzwerk, das ein flächendeckendes Netz aus mehreren Einzelgeräten zusammenbaut. Das ist insbesondere sinnvoll, wenn Du wirklich viele einzelne Geräte in deinem Heimnetzwerk hast.

Die WPS-Funktion (Wi-Fi Protected Setup) ist integriert und diese erspart dir das umständliche Registrieren im Netzwerk. Ein Knopfdruck reicht und die Verbindung wird automatisch hergestellt.

Der Stromverbrauch dieses Geräts liegt erfahrungsgemäß bei relativ moderaten 11 Watt.

Der Fritz!Repeater 3000 besitzt ebenfalls eine Reihe an moderner und nützlicher Features.

Die drei Funkeinheiten liefern ein stabiles Signal mit gleichzeitiger Erweiterung der WLAN-Reichweite. Geschwindigkeiten von bis zu 3.000 Mbit/s sind da möglich.

Dabei steuert der erste Kanal mit 5 GHz 1.733 Mbit/s bei, der zweite immerhin noch solide 866 MBit/s, während der 2,4 GHz Kanal überschaubare 400 Mbit/s zur Verfügung stellt. Diese Geschwindigkeiten sind fürs Surfen und Shoppen ausreichend, aber wenn es ums intensives Mehrkanal-Streamen geht, könnte es hier womöglich etwas knapp werden.

Mit der Mesh-Funktion kannst Du auch deine restlichen Geräte zu einem großen WLAN-Netzwerk zusammenfügen und so ein noch stabileres und größeres Netz erzeugen.

Zwei 1 Gigabit-LAN Anschlüsse, also oldschool Kabelanschlüsse, sind beim Aufbau einer LAN Brücke dienlich, um Geräte in das Netz zu integrieren, die selbst keine WLAN Funktion besitzen, also beispielsweise alte Spielekonsolen.

Die Einrichtung des Geräts erfolgt komfortabel via Knopfdruck über WPS (Wi-Fi Protected Setup). Der Strombedarf liegt zudem bei sehr überschaubaren 6 Watt.

 

Was sind die Gemeinsamkeiten der beiden Modelle?

Eine besondere Gemeinsamkeit der beiden Repeater ist ihre Kompatibilität mit dem Mesh-System. Um dieses zu nutzen, brauchst Du mindestens zwei Repeater und einen Router.

Wir finden das Mesh-System sehr praktisch und zeitsparend, da sich alle Geräte miteinander verbinden lassen und auch deine eingetragenen Daten automatisch übertragen werden. Das funktioniert auch dank der WPS-Funktion, die Du bei den beiden Repeatern findest. Dir steht nämlich eine Taste zur Verfügung, durch die Du ein neues Gerät direkt und ohne zusätzlichen Aufwand registrieren kannst.

Trotz der Mesh-Funktion hat es uns interessiert, wie einfach die Installation der beiden Repeater ist. Da haben wir in unserem Praxiseinsatz gute Erkenntnisse machen können: wir konnten beide Geräte schnell und unkompliziert einrichten und nutzen.

Wir finden also, dass sich beide Modelle auch dann eignen, wenn man nicht das größte Wissen im Umgang mit derartigen technischen Geräten hat.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass der 6000 und 3000 Wi-Fi 6 Kompatibilität an Bord haben. Das spricht für moderne Geräte, die dir eine schnelle und stabile Verbindung bieten können.

Daneben ist uns bei der Optik kein großer Unterschied aufgefallen, die beiden Modelle ähneln sich nämlich relativ stark. Sie haben dieselben Maße und sind in einem schlichten Weiß erhältlich. So passen sie zu jeder Einrichtung und lassen sich unauffällig platzieren.

Der einzige optische Unterschied ist, dass der Fritz!Repeater 6000 über einen roten Standfuß verfügt, der vielleicht etwas mehr hervorsticht als der weiße beim 3000-er Modell.

Für dich wichtig zu wissen ist zudem noch, dass leider keines der beiden Modelle einen USB-Anschluss bietet, der für viele Geräte wie Drucker und Konsolen benötigt wird.

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Modellen?

Der 6000er ist nominal rund doppelt so schnell

Wenn es um die Übertragung von Daten geht, liegt der Repeater 6000 klar vorn. Er kann eine Datei in der Hälfte der Zeit holen oder senden, die der Repeater 3000 benötigt.

Diesen Vorteil spielt er besonders beim Streamen hochauflösender Videos und Video-Konferenzen aus, selbst wenn Du gleichzeitig viele Clients verbunden hast.

Beim Repeater 3000 kann es hingegen schneller zu Aussetzern kommen. Insbesondere bei Videospielen, die wir übers Playstation Network gezockt haben, kam es immer mal wieder zu Verbindungsabbrüchen, was mitten im Game sehr ärgerlich war.

Auch bei älteren Clients sorgte der 6000er in unserem Praxiseinsatz unter anderem dank seiner vier Antennen pro Funkeinheit für höhere Geschwindigkeiten, als sie der 3000er liefern konnte.

Der 3000er ist besser ausgestattet
Der Repeater 3000 verfügt über zwei 1-Gigabit-LAN Anschlüsse, während der 6000er nur einen besitzt.

Mit diesen kannst Du beispielsweise zwei Geräte zur gleichen Zeit mit ihm verbinden, die sich nicht über WLAN anschließen lassen. Bei unserem Test hatten wir einen alten PC und eine Xbox 360 darüber laufen und waren mit der zuverlässigen und stabilen Verbindung sehr zufrieden.

Der 3000er braucht deutlich weniger Strom
Der 6000er Repeater braucht 11 Watt wenn er arbeitet, im Ruhezustand sind es etwa 9 Watt. Der 3000er hingegen kommt mit 6 Watt im Betrieb aus und das macht sich sicherlich auch bei der Stromrechnung bemerkbar, da die Geräte ja für gewöhnlich Tag und Nacht laufen.

Doch für die Sparfüchse unter euch, die nachts nicht surfen, empfehlen wir eine Steckdose mit Zeitschaltuhr, mit der Du ganz genau nach deinen Bedürfnissen deinen Repeater an- und ausschalten kannst.

2,5 Gbit LAN Port-beim 6000er
Manchmal ist es sinnvoller, eine Verbindung über Kabel aufzubauen, etwa beim Onlinezocken oder beim Herunterladen großer Datenmengen.

Der 6000er Repeater hat für diese Fälle einen sehr schnellen 2,5 Gbit LAN-Port, der dir eine stabile und gleichzeitig extrem schnelle Verbindung sichert.

Gut, 1 GBit Daten versus 2,5 GBit, sieht auf den ersten Blick erst mal nach einer klaren Sache aus. Aber hier sollten wir noch einmal genauer auf die Datenübertragung eingehen.

In den meisten Fällen, also beim gewöhnlichen Surfen, Chatten oder üblichen Anwendungen reichen 1 GBit völlig aus und hier bietet der 3000er sogar zwei LAN-Ports.

Größere Reichweite beim 6000er
Das korrekte und sinnvolle Positionieren von WLAN-Repeatern ist gar nicht so leicht, daher haben wir uns eine App zu Hilfe genommen, die uns die beste Position mit dem weitesten Signal anzeigte.

Vorweg: Beide Repeater haben eine sehr große Reichweite, die selbst durch dicke Wände ein zuverlässiges Signal lieferte.

Wir haben es im Praxiseinsatz selbstverständlich komplett ausgereizt und sind mit unseren iPhones und Laptops durchs Haus und in den Garten gegangen. Hier haben wir festgestellt, dass das Signal des 6000ers doch noch ein paar Meter weiter reichte als das von seinem Konkurrenzmodell.

Beim 6000er stehen dir drei Funkeinheiten zur Verfügung
Der Fritz!Repeater 6000 besteht aus drei Funkeinheiten, die jeweils vier Antennen für den Empfang und die Datenübertragung haben. So entstehen drei unterschiedliche Kanäle, die dein gesamtes Zuhause mit einer stabilen und schnellen Verbindung ausstatten. Im Gegensatz dazu besteht das Vergleichsmodell nur aus einer Einheit.

Der 6000er arbeitet mit Multi-User-MIMO
Multi-User-MIMO wird beim Modell 6000 erstmalig eingesetzt und ist bei dem Repeater 3000 nicht zu finden. Durch diese Funktion sendet der Repeater gleichzeitig an mehrere Geräte und bietet hohe Geschwindigkeiten. So werden auch Haushalte, in denen mehrere Computer und Smartphones genutzt werden, mit einer guten Verbindung versorgt.

Der 3000er ist günstiger
Auch wenn die Preise für solche Geräte ständig schwanken, kostet der Repeater 3000 derzeit nur rund die Hälfte des Preises für den 6000er.

Falls Du also nicht alle Funktionen des 6000er Repeaters brauchst oder aber ohnehin nicht die schnellste Internetleitung hast, dann sollte dieses Modell für dich völlig ausreichend sein.

 

Fazit: welcher Fritzrepeater ist denn nun besser – 6000er oder 3000er?

Der 6000er ist eindeutig performanter, denn er erlaubt dir im Idealfall doppelt so viele Daten zu übertragen und liefert zudem noch eine bessere Reichweite. Allerdings ist auch sein Stromverbrauch dafür deutlich höher, was heutzutage ja nicht zu verachten ist.

Man muss allerdings auch dazusagen, dass der 3000er für die meisten Fälle ausreicht. Das gilt besonders, wenn Du ohnehin keine WLAN-6 fähigen Geräte anschließen willst. Weitere Vorteile gegenüber seinem großen Bruder sind sein niedrigerer Kaufpreis, sowie sein zweiter 1 Gigabit LAN Anschluss. Dazu gesellt sich auch noch sein rund halb so hoher Stromverbrauch.

Der größte Vorteil des Fritz!Repeater 6000 gegenüber dem kleineren Modell ist natürlich seine höhere Datenübertragungsrate, die aber, wie gesagt, nicht jeder unbedingt braucht.

Alles in allem dürfte der Fritz!Repeater 3000 eine attraktivere Preis-Leistungs-Quote haben, da er bei einem fast ähnlichen Funktionsumfang zum deutlich kleineren Preis erhältlich ist, und in unserem Praxiseinsatz dennoch eine solide Reichweite und ausreichend hohe Übertragungsraten liefern konnte.

 

– Vorteile Fritz!Repeater 6000 –

  • Er hat eine theoretische WLAN-Bandbreite von 6.000 MBit/s.
  • Der 6000er ist WLAN-6 fähig. Daher unterstützt er 802.11 (AX+AC+N), während sein kleiner Bruder „AX“ nicht beherrscht.
  • Der 2,5 GBit LAN-Port gehört bei ihm zur Serienausstattung. Der 3000er besitzt hingegen keinen solchen Port.
  • Das Gerät hat eine spürbar höhere Reichweite.

 

– Vorteile Fritz!Repeater 3000 –

  • Er besitzt zwei 1-Gigabit LAN Ports, während der 6000er über nur einen verfügt.
  • Der 3000er hat einen etwa um die Hälfte geringeren Strombedarf als das Konkurrenzmodell.
  • Er ist aktuell rund 50% günstiger in der Anschaffung.

Und welcher Fritz-Repeater ist für Dich besser: 6000er oder 3000er?


Welcher WLAN-Repeater kommt für Dich am ehesten in Frage?

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