Polar Pacer Pro oder Vantage M2

Wir schauen uns heute zwei Smartwatches des finnischen Herstellers Polar genauer an: Pacer Pro und Vantage M2.

Beide Uhren legen den Fokus auf Sportfunktionen, während Telefonie und Kommunikation zweitrangig bis gar nicht vorhanden sind.

Hier haben wir haben es also mit zwei minimalistischen und unkomplizierten Konkurrentinnen zu tun, die sich aufs Wesentliche konzentrieren.

Ob dieser Minimalismus sich auszahlt und ob Du eventuell doch auf inzwischen gewohnte Funktionen verzichten musst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Wir schauen auf die Features, Verarbeitungsqualität und natürlich auch das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Sportwatches.

 

Welche Modelle schauen wir uns an?

Mitte April 2022 brachte Polar die Pacer Pro auf den Markt. Sie überzeugt durch ein schlichtes, puristisches Design und ihr Leichtgewicht von nur 41 Gramm. Abgerundet wird die Optik durch die große Auswahl an Farben und Armbändern.

Die Uhr lässt sich mittels Knöpfen bedienen, auf einen Touchdisplay müsstest Du also verzichten. Ihr Funktionsumfang richtet sich primär an Sportler und Outdoor-Fans, grundlegende Funktionen wie Telefonie, Bezahlen und Surfen gehören hingegen nicht zum Leistungskatalog dieses Modells.

Der interne Speicherplatz liegt bei 32 MB, welcher sich allerdings nicht erweitern lässt. Bei der Akkuleistung kamen wir in unserer Testphase auf rund 100 Stunden im GPS-Modus.

Im April 2021 kam die Vantage M2 als eine funktional-minimalistische Laufuhr auf dem Markt. Optisch sieht sie der Pacer Pro recht ähnlich, denn auch dieses Display misst 1,2 Zoll. Nur bei genauem Hinsehen scheint diese Uhr ein Quäntchen weniger hochwertig verarbeitet zu sein.

Dieses Modell wiegt mit seinen 45,4 Gramm ein kleines bisschen mehr als ihr Konkurrenzmodell und enthält ebenso wenig Funktionen fürs Bezahlen, Chatten und Telefonieren. Wie Du siehst sind beide Uhren eher für den Sportbereich, als für die alltägliche Funktionalität geeignet.

Die 32 MB des internen Speichers kannst Du bei der Vantage M2 zusätzlich mit einer Speicherkarte erweitern.

 

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Modellen?

Die Pacer Pro bietet deutlich mehr Akkulaufzeit

Im GPS-Modus profitierst Du bei der Pacer Pro von satten 100 Stunden Akkulaufzeit, bei der Vantage M2 müsstest Du Dich mit nur 30 Stunden Laufzeit anfreunden können.

Beim Aufladen sind die beiden dann aber wieder gleichauf und benötigen jeweils nur rund 2-2,5 Stunden, um vollständig geladen zu werden.

Und hier fiel uns auch noch ein Unterschied auf: Das Handling der beiden Uhren beim Anschließen ans Ladekabel gestaltete sich bei der Vantage M2 deutlich leichter, denn die Dockingstation ist sichtbar größer und rund. Das sorgte dafür, dass wir die Uhr ohne große Fummelei schnell und sicher laden konnten. Bei der Pacer Pro waren mitunter ein paar zusätzliche Handgriffe nötig, um die kleinen Kontakte zu verbinden.

Der Uhrmodus hält bei der Vantage M2 länger

Nicht immer müssen die Uhren für das Training verwendet werden – wie jede andere Uhr eignen sie sich auch zum einfachen Ablesen der Zeit. Dann kannst Du beide Modelle einfach im Uhrmodus verwenden. Dieser hält bei der Vantage M2 mit bis zu 168 Stunden, also etwa einer ganzen Woche, etwas länger als bei der Pacer Pro mit bis zu 144 Stunden.

Die Pacer Pro hat robustes Gorilla Glas
Das Acrylglas der Vantage M2 wirkt auf uns weniger widerstandsfähig und nicht so robust wie das Gorilla Glas der Pacer Pro.

Hier wäre also bei ersterem Modell Vorsicht geboten, falls es mal etwas sportlicher hergeht. Generell empfehlen wir aber, wie bei allen empfindlichen Geräten, eine geeignete Schutzfolie.

Gleich großer interner Speicher, aber mehr RAM bei der Pacer Pro
Der interne Speicherplatz ist bei beiden mit 32 MB überschaubar, doch lässt sich dieser mittels externer Speicherkarte bei der Vantage M2 erweitern.

In Sachen Leistung unterscheiden sich die beiden Uhren dann aber gewaltig. Während Du bei der Vantage M2 gerade mal 0,64 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung hast, sind es beim Vergleichsmodell 5 MB. Hier kannst Du mit der Uhr also deutlich schneller und flüssiger arbeiten.

Bei der Pacer Pro ist die CPU-Geschwindigkeit höher
Die Pacer Pro hat eine CPU-Geschwindigkeit von 192 MHz – bei der Vantage M2 sind es nur 120 MHz.

Das bedeutet, dass die Pacer Pro eine deutlich höhere Leistung hat, was für dich ein das schnelle Laden von Programmen, Funktionen und Animationen bedeutet. Außerdem hat die Pacer in unserem Vergleich schneller auf Befehle und Eingaben reagiert als die Vantage M2.

Die Pacer Pro ist deutlich flotter
Eine deutlich flüssigere Bedienung und schnellere Ladezeiten warten bei der Pacer Pro auf Dich, die 5 MB Arbeitsspeicher zu bieten hat.

Auch bei den Animationen fällt hier direkt der Unterschied zu den 0,64 MB bei der Vantage M2 auf, sie reagiert schneller und Du erhältst ein schnelleres Feedback auf Deine Eingaben und Befehle.

Die Pacer Pro überzeugte uns im Alltag
Da wir nicht den ganzen Tag bei Sport oder in den Bergen verbringen, ist trotz des Fokus auf die Sportivität auch die Performance im Alltag wichtig. Diese konnte uns in vielen Aspekten, wie Geschwindigkeit, Reaktionszeit und auch der sonstigen Funktionen mehr überzeugen als die der Vantage M2.

Insbesondere fiel uns auf, dass das Display sich selbst bei relativ direkter Sonneneinstrahlung besser ablesen lässt und das Gerät auch bei Hitze und Kälte zuverlässig und schnell reagierte. CPU und RAM konnten uns also nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis überzeugen.

Einziger, wenn auch kleiner Nachteil war für uns die niedrigere Akkulaufzeit der Pacer Pro im Uhrmodus.

Die Pacer Pro hat bessere Sportmodi und Tracking
Auf den ersten Blick bieten beide Modelle eine große Auswahl an Sportarten und Trackingmöglichkeiten.

Bei genauerem Hinsehen aber stellt sich heraus, dass die Auswahl bei der Pacer Pro doch um einiges größer ist.

Für uns sind die Testfunktionen ein tolles Gimmick, so kannst du Dich beispielsweise einem Lauf- oder einem Radtest unterziehen und Deine Fitness und Ausdauer auf die Probe stellen.

Ebenso gefällt uns „Running Power am Handgelenk“ sehr gut, hier werden Deine Läufe anhand Deiner Daten mit Sprinteinheiten gespickt.

Die Laufleistung wird regelmäßig getrackt, um das Leistungsniveau konstant beibehalten zu und auch steigern zu können.

Bessere Outdoor-Funktionen bei der Pacer Pro

Für das Joggen und Wandern in der freien Natur bietet die Pacer Pro einige spannende Funktionen. Uns haben vor allem die Höhenprofile gefallen. Dadurch behältst Du einen Überblick über alle Steigungen und Senkungen, die Du absolviert hast. Außerdem verfügt die Uhr über den sogenannten Hill Splitter, der deine Leistung in den verschiedenen Höhenbereichen ermittelt.

Ein weiterer Vorteil ist die Routenführung, durch die Du dich beim Training navigieren lassen kannst. Du kannst dich voll und ganz auf dein Training konzentrieren und musst nicht zwischendurch nach dem Weg schauen.

Die Vantage M2 hat einen Kadenzmesser
Bei der Vantage M2 fällt uns der implementierte Kadenzmesser positiv auf, der für Radfahrer sehr wichtig ist. Dadurch können die Trittfrequenz beziehungsweise die Umdrehungen pro Minute exakt aufgezeichnet werden und Du kannst dich so im Radfahren gezielt steigern.

Leider müsstest Du das Radeln bei der Pacer Pro manuell eintragen und auch deinen Fortschritt in dieser Disziplin kannst Du mit diesem Modell nicht ganz so genau überwachen.

Die Pacer Pro eignet sich besser für Taucher
Wenn Du deine Uhr beim Tauchen verwenden möchtest, ist die Wasserbeständigkeit ein wichtiger Faktor. Dieser liegt bei der Pacer Pro WR50 – das bedeutet, dass die Uhr in bis zu 50 Meter Tiefe getragen werden kann. Beim Vergleichsmodell sind es hingegen nur 30 Meter.

Tauchst Du also professionell oder nimmst an Kursen teil, dann ist die Pacer Pro die sicherere Variante – sie wurde übrigens sogar nach der Militärnorm geprüft.

Die Pacer Pro verfügt über praktische Features
In dem Modell Pacer Pro sind ein Kompass und ein Barometer verbaut, was bei der Vantage M2 nicht der Fall ist. Beide Hilfsmittel sind nicht unbedingt nötig und vielleicht nicht für jeden etwas.

Wir finden sie jedoch durchaus praktisch, wenn Du dich gerne Herausforderungen stellst und dich zum Beispiel ohne Smartphone in der Natur orientieren möchtest. Oder wenn die Smartphone-Batterie mal leer ist und man mitten in der Savanne steht. Sich jedenfalls in einer nicht ganz einfachen Situation befindet. 🙂

Außerdem kann das Barometer eine Hilfe sein, wenn Du dich in den Bergen und aufhältst oder einschätzen möchtest, wie sich auf einer Wanderung das Wetter entwickelt.

Die Pacer Pro ist in mehr Farbvarianten erhältlich
Uns ist positiv aufgefallen, dass Du dich bei der Pacer Pro zwischen drei Farbvarianten entscheiden kannst: es gibt das Modell mit weißem, schwarzem und goldenem Armband, während die Vantage M2 nur in schwarz-grau erhältlich ist.

Allerdings kannst Du selbstverständlich auch neue Armbänder, auch anderer Hersteller, kaufen und deine Uhr nach deinen Wünschen aufpeppen.

Die Pacer Pro kannst Du also insgesamt etwas besser auf deinen Stil und deine Vorlieben anpassen.

Die Vantage M2 ist günstiger
Die Vantage M2 liegt aktuell rund 20% unter dem Kaufpreis der Pacer Pro.

Allerdings gehören beide Sportuhren mittlerweile zu den Auslaufmodellen, so dass sich je nach Händleraktion auch mal deutlich attraktivere Schnäppchen erzielen lassen.

 

Fazit: welche Sportuhr ist denn nun besser – Polar Pacer Pro oder Vantage M2?

Insgesamt können wir festhalten, dass die Vantage M2 die deutlich günstigere Uhr ist, dir allerdings auch insgesamt einfacher gebaut ist und zudem auch spürbar weniger Features bietet. Für Grundbedürfnisse im Tracking und Monitoring sowie für Basissportarten dürfte sie in vielen Fällen allerdings ausreichen.

Möchtest Du hingegen detailliert deine Entwicklungen und Fortschritte verfolgen, ist die Pacer Pro womöglich die bessere Wahl. Durch den größeren Speicherplatz und die höhere CPU-Geschwindigkeit befolgt sie Befehle schneller und läuft insgesamt deutlich flüssiger.

Außerdem eignet sie sich durch ihre höhere Wasserbeständigkeit, ihre implementierten Leistungs-Tests und die eingebauten Outdoor-Funktionen für alle motivierten Sportler und die, die es werden wollen.

Auch durch die bessere Verarbeitung, das robustere Display und die längere Akkulaufzeit macht es aus unserer Sicht durchaus Sinn, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und zu der Pacer Pro zu greifen.

 

– Vorteile Polar Pacer Pro –

  • Sie hat eine deutlich längere Akkulaufzeit im GPS-Modus (100 vs. 30 Stunden).
  • Das Modell hat eine bessere Wasserbeständigkeit als das die Vantage M2 (WR50 vs. WR30).
  • Die CPU-Taktung ist höher (192 MHz vs. 120 MHz) und dir steht zudem 7x mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung (5 MB vs. 0,64 MB).
  • Die Polar Pacer Pro verfügt über praktische Outdoor-Funktionen wie den Hill Splitter.
  • Die Uhr ist mit 41g etwa 10% leichter.
  • Die Polar Pacer Pro hat ein robusteres Gehäuse (Gorilla Glas 3.0 vs. Acrylglas).
  • In dem Modell sind ein Kompass und ein Barometer integriert.
  • Dir steht 7x mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung (5 MB vs. 0,64 MB).
  • Die Pacer Pro ist in drei Farbvarianten erhältlich, während es das Vergleichsmodell nur in einer Farbe gibt.

 

– Vorteile Polar Vantage M2 –

  • Das Modell bietet einen Kadenzmesser fürs Radfahren.
  • Der Uhrmodus hält länger bei der Vantage M2 (max. 168 Stunden vs. max. 144 Stunden).
  • Die Vantage ist derzeit etwa 20% günstiger in der Anschaffung als die Pacer Pro.

Und welche Polar-Sportwatch ist für Dich besser: Pacer Pro oder Vantage M2?


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